Umfrage zum Angebot

mdr-gib-mir-wasIn einem Spitzengespräch hat MDR-Intendant Prof. Udo Reiter am 18. Mai 2009 eine neues Angebot vorgelegt. Damit sei allerdings das Ende der Fahnenstange erreicht. Die MDR-Geschäftsleitung bietet nunmehr u.a. an, die Freien stärker an den Vergütungssteigerungen teilhaben zu lassen. Feste Freie sollen danach Vergütungssteigerungen auf der Basis des Vorjahres von 3 % (2009 auf Basis der Honorare 2008) und 2,3 Prozent analog im Jahr 2010 erhalten. Die Mindesthonorare werden zum 1.4.2009 und zum 1.4.2010 um jeweils 4 Prozent erhöht. Für Freie, die 2007 und 2008 zwischen 42 und 71 Tagen beim MDR beschäftigt waren, soll eine Arbeitsgruppe Kriterien für eine gesonderte Regelung erarbeiten.
Das Angebot für Festangestellte sieht (nach einer tabellenwirksamen 30 Euro-Anhebung) eine 3prozentige Steigerung ab 1.4.2009 und eine weitere in Höhe von 1,4 Prozent im nächsten Jahr vor. Mit dem Januar-Gehalt 2010 gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro. Volontäre und Azubis erhalten ebenfalls Vergütungserhöhungen. Unter den Mitarbeitern soll nun eine Umfrage zum Angebot stattfinden und hier kann man auch schon mal punkten:

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2 Antworten to “Umfrage zum Angebot”

  1. Freier Mitarbeiter inkl. Sprechen Says:

    Na, einer muss ja den Anfang machen.
    Ich finde das Angebot nicht gerade umwerfend, aber der Ton unseres Intendanten ist ja wohl inakzeptabel. Ein Angebot, über das es nichts mehr zu verhandeln gibt? Ähm, auch Mitteldeutschland gehört ja nun zur Bundesrepublik und in Demokratien wird immer verhandelt.
    Und übrigens: Honorarerhöhungen der Freien. Wieviel Prozent bekommen denn das Mindesthonorar? 0,1 Prozent der Freien? Warum werden nicht die HONORARE verhandelt, denn solange die nicht steigen hat praktisch kein Freier was davon…

  2. ein 12a Freier Says:

    EINMALZAHLUNGEN, so wie sie der MDR für die freien Mitarbeiter anbietet, entsprechen in keinster Weise einem WERTGLEICHEN Abschluß.

    1. Während die Gehaltssteigerungen für die festangestellten Mitarbeiter
    ja permanenter Natur sind, müßten Einmalzahlungen in jeder Tarifrunde
    wieder NEU verhandelt werden, sind also für die Folgejahre nicht
    garantiert.

    2. Selbst wenn jedes Jahr wieder eine Einmalzahlung in ähnlicher Höhe,
    basierend auf dem Vorjahreseinkommen vereinbart würde, entspräche auch
    das noch lange nicht einem wertgleichen Abschluß, da sich für die freien
    Mitarbeiter dann lediglich eine Art Zinseszins-Effekt auf die
    Einmalzahlungen ergäbe, nicht aber auf das Gesamteinkommen, wie bei den
    festangestellten Mitarbeitern.

    Bsp.:

    Angenommen ein freier MA verdient von 2008 bis 2010 jedes Jahr 30.000 € (Summe der Honorare). Nach vorliegendem MDR-Angebot bekommt er 2009 eine Sonderzahlung von 900 € (3% von 30.000 €). Sein Gesamtverdiest für 2009 beträgt dann 30.900 €.
    2010 erhält er dann eine weitere Sonderzahlung in Höhe von 710,70 € (2.3% von 30.900 €). Sein Gesamtverdiest für 2010 beträgt dann also
    30.710,70 €. Das entspricht keiner weiteren Honorarsteigerung zum
    Vorjahr von weiteren 2,3 % sondern effektiv sogar wieder einem Verlust
    zum Vorjahresverdienst von 189,30 €!!!!

    Fazit:

    Ein wertgleicher Abschluß kann nur so aussehen, daß den freien
    Mitarbeitern jedes Jahr die entsprechenden Einmalzahlungen der Vorjahre
    prozentual wieder mit ausgezahlt werden, und zwar zusätzlich zu der
    anstehenden prozentualen Einmahlzahlung.

    Bsp.:

    Die Sonderzahlung für 2010 des freien MA müßte folgendermaßen aussehen:

    Vorjahresverdienst 2009: 30.000 € (nur Honorare)
    + erste Erhöhung (3% von 30.000 €) = 900 €
    + zweite Erhöhung (2,3% von 30.900 €) = 710,70 €

    Sonderzahlung 2010: 1.610,70 €

    Angenommen, er verdient 2009 nur 20.000 € (Summe der Honorare) ergibt sich für 2010 folgende Rechnung:

    Vorjahresverdienst 2009: 20.000 € (nur Honorare)
    + erste Erhöhung (3% von 20.000 €) = 600 €
    + zweite Erhöhung (2,3% von 20.600 €) = 473,80 €

    Sonderzahlung 2010: 1.073,80 €

    Sich die Prozentsätze der Einmalzahlungen der Vergangenheit zu merken, ist, glaube ich, ein Verwaltungsmehraufwand, der dem MDR durchaus zugemutet werden kann…

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