Archive for the ‘Altersversorgung’ Category

Sozialer Schutz für feste Freie beim MDR

16. Mai 2019

Die DJV-Landesverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben Sie in den zurückliegenden Wochen gefragt, ob der soziale Schutz für arbeitnehmerähnliche Freie beim MDR verbessert werden muss. In der Umfrage haben wir auch die tariflichen Möglichkeiten benannt.

Bevor Sie sich den Details widmen, beantworten Sie für sich, in welchem Umfang folgende Risiken für Ihr Beschäftigungsverhältnis bestehen: Programmänderungen, Krankheit/Unfall, rückläufige Aufträge, Konkurrenzsituation. Bewerten Sie die Situation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und mögliche Auswirkungen auf Ihre Beschäftigung!

Wir haben in unserer Info vom 10.05.2019 noch ein paar wichtige Fakten zusammengestellt. Wie immer erreichen Sie den DJV per E-Mail via info@djv-mdr.de

Werbeanzeigen

Das Verhandlungsergebnis beim MDR in Kürze

19. September 2015

Nach neun Stunden Warnstreik wurden am gestrigen Abend in Leipzig die Verhandlungen zu einem neuen Vergütungstarifvertrag abgeschlossen. Vereinbart wurden zunächst die Eckpunkte.

Die wichtigsten Punkte des Verhandlungsergebnisses: 

Freie Mitarbeiter:

  • nachhaltige Erhöhung der Effektivhonorare, vorläufig noch in Form von Einmalzahlungen (für 2015: 2,3 % und 2016: 4,4%). Vereinbartes Ziel ist die Schaffung eines Modells zur Dynamisierung der Effektivhonorare
  • die Mindesthonorare werden zum 01.06.2015 und 01.06.2016 jeweils um 2,3 % angehoben
  • Einführung eines Honorarzuschlags an Sonntagen von 20 % des Mindesthonorars ab 01.01.2016 und Erhöhung des Honorarzuschlags an Feiertagen auf 75 % des Mindesthonorars 

Festangestellte Mitarbeiter, die unter den VTV fallen:

  • Vergütungserhöhung rückwirkend ab 01.06.2015 um 2,1 % und ab 01.06.2016 um 1,9 %. Zusätzlich erfolgen jeweils 0,2 % nachträglich als Einmalzahlung, wenn es auf ARD-Ebene eine Einigung zur Altersversorgung gibt. 

Festangestellte Mitarbeiter, die unter den BTVA (neue Altersversorgung) fallen:

  •  Vergütungserhöhung rückwirkend ab 01.06.2015 um 2,3 % und ab 01.06.2016 um 2,1 %, davon jeweils 0,2 % als Einmalzahlung.

Tarif-Info

MDR-Mitarbeiter: Zügige Verhandlungen und besseres Angebot

19. Juni 2015

Tarif_Halle_2Bei Informationsveranstaltungen der MDR-Tarifkommission in den Funkhäusern in Erfurt, Leipzig, Magdeburg und Halle (Foto) haben sich feste und freie Mitarbeiter enttäuscht und mit Unverständnis zu den zögerlichen Tarifverhandlungen und  geäußert. Die Angebote der MDR-Geschäftsleitung halten sie für unannehmbar. Sie fordern die Entkopplung von Gehalts-/Honorarerhöhung und Altersversorgung. Der Abschlag von jeweils 0,2 Prozent der linearen Erhöhungen für die festen Mitarbeiter wird nicht akzeptiert. Freie und Feste fordern gemeinsam die Anhebung der Effektivhonorare der Freien. In Halle schilderten Freie Mitarbeiter ihre über Jahre stagnierende Einkommenssituation, in Magdeburg stand besonders die Arbeitsverdichtung im Fokus. Die Freien forderten zudem Sonntags- und Nachthonorare.
Foto: Karsten Möbius

mitglieder2015-v1

 

 

MDR: Wertkontensondierung gescheitert

21. Dezember 2013
Auch das zweite Sondierungsgespräch am 16.12.2013 zwischen MDR und Gewerkschaften für einen Tarifvertrag zu Wertkonten beim MDR blieb ergebnislos. Die Verhandlungsführung des MDR lehnte es kompromisslos ab, in einem Tarifvertrag zu Wertkonten auch solche wichtigen Themen, wie die Unterstützung von… Pflegezeiten und Elternzeit zu berücksichtigen. Gar nicht zu reden von einem Sabbatical aus privaten Gründen. Damit verkommt ein Wertkontenmodell zur Billig-Altersteilzeit, mit dessen Hilfe der MDR in der Zukunft deutlich billiger als mit Altersteilzeit ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitiger loswerden will. Die Verhandlungskommission der Gewerkschaften hatte den Eindruck, dass solche wichtigen gesellschaftlichen Themen, wie Pflege und Kinderbetreuung für den MDR Teufelszeug sind. Dass dies mit dem Leitbild eines familienfreundlichen Betriebes übereinstimmt, konnten sich die Mitglieder der Tarifkommission nicht vorstellen. Es ist sehr bedauerlich, dass eine solche Diskussion im öffentlich rechtlichen Rundfunk beim MDR überhaupt geführt werden muss. Andere ARD-Anstalten, wie HR und SWR haben bereits bessere tarifliche Regelungen abgeschlossen. Zu den von den Gewerkschaften schon im ersten Sondierungsgespräch aufgeworfenen Fragen, wie Kündigung und Nachwirkung eines möglichen Tarifvertrages, Startmodell für ältere Beschäftigte sowie Auswirkungen auf den BTVA (betriebliche Altersversorgung) gab es Lösungsansätze, die weiter diskutiert werden könnten. Die Gewerkschaften vertreten jedoch die Auffassung, dass ein Wertkontenmodell, in dem Beschäftigte ausschließlich mit eigenen Einkommensbestandteilen ein Guthaben aufbauen, auch für wichtige andere Lebensphasen genutzt werden sollte. Als Zielgruppe „nur“ die älteren Beschäftigten im Auge zu haben ist deutlich zu kurz gesprungen. Damit wird kein Wertkontenmodell geschaffen, das auch für alle anderen Beschäftigten attraktiv wäre. Eine Beteiligung der Beschäftigten unter der Zielgröße des MDR (300 bis 400) für die Beteiligung bis zum 31.12.2015 würde zur Kündigung und Rückabwicklung des Tarifvertrages führen. Die Tarifkommission der Gewerkschaften sieht angesichts dieser Haltung des MDR keine Möglichkeit, Tarifverhandlungen aufzunehmen, die mit einem für alle Beschäftigten des MDR sinnvollen Ergebnis gestaltet werden könnten.
Tarifinfo der Gewerkschaften

Altersversorgung für MDR-Mitarbeiter steht

26. März 2013

Die Gewerkschaften DJV, DOV, ver.di und der MDR haben am 25. März 2013 den Beitragstarifvertrag Altersversorgung (BTVA) paraphiert. Eckdaten der tariflichen Regelung für rund 300 Mitarbeiter waren bereits im Dezember 2012 vereinbart worden. Gleichzeitig wurde der 2006 vom MDR gekündigte ARD-Versorgungstarifvertrag wieder in Kraft gesetzt.

Mit dem Beitragstarifvertrag Altersversorgung haben rund 300 Mitarbeiter, für die bisher keine konkrete Regelung galt, rückwirkend ab dem ersten Tag ihrer Beschäftigung eine beitragsorientierte Altersversorgung. Die Beitragszahlungen durch den MDR erfolgen auf der Basis des jeweiligen Gehaltes zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des BTVA zum 1.7.2013.

Die Gewerkschaften haben ihr wichtigstes Ziel – vergleichbares Versorgungsniveau zum ARD-Versorgungstarifvertrag (VTV) – erreicht. Dies erfordert, dass bei der Baden Badener Pensionskasse als Versicherungsträger ein rechnerischer Zins von vier Prozent erwirtschaftet wird. Des Weiteren ist ein durchschnittliches Eintrittsalter von 25 Jahren mit einer Beitragszahlung bis zur Erreichung der Regelaltersgrenze kalkuliert. Künftig wird ab Beginn des Arbeitsverhältnisses ein prozentualer Beitrag der Grundvergütung durch den MDR an die Pensionskasse gezahlt.

Langjährig beim MDR Beschäftigte können dank der Regelung eine Altersversorgung erreichen, die mit der Leistung aus dem ARD-Versorgungstarifvertrag vergleichbar ist.

Der Tarifvertrag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gremien auf beiden Seiten. Die Erklärungsfrist endet am 17. Juni 2013, 24 Uhr.

MDR: Einigung bei Altersversorgung

21. Dezember 2012

Die Gewerkschaften DJV, DOV und ver.di haben sich kurz vor Weihnachten mit dem MDR auf die wesentlichen Inhalte des neuen Tarifvertrages zur betrieblichen Altersversorgung (BTVA) geeinigt. Damit erhalten die ca. 300 Mitarbeiter, für die trotz Zusage bisher keine konkrete Regelung galt, rückwirkend ab dem ersten Tag ihrer Beschäftigung eine beitragsorientierte Altersversorgung. mehr

MDR: Verhandlungen für Altersversorgung

1. November 2012

Mehr als 300 MDR-Mitarbeiter haben derzeit trotz der Zusage im Manteltarifvertrag keine konkrete Regelung für Ihre Altersversorgung. Grund dafür ist ein fehlender Versorgungstarifvertrag. Der MDR hatte die frühere Regelung zum 31.12.2005 gekündigt. DJV, ver.di und DOV streben daher gemeinsam mit der MDR-Geschäftsführung eine neue tarifliche Regelung an. Der MDR setzt dabei auf eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung (BAV) bei einer rückgedeckten Pensionskasse. Die Gespräche haben begonnen.


%d Bloggern gefällt das: