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MDR-Verhandlungen gehen weiter

7. November 2019

Arbeit ist mehr wert StreiklogoDJV_180px 2008Am Nachmittag des heutigen 7. November 2019 werden die Verhandlungen zur Vergütung beim Mitteldeutschen Rundfunk fortgesetzt. Seit dem Warnstreik im September in Leipzig sind einige Wochen ins Land gegangen.

Sie wissen bereits, dass es im Oktober ein Sondierungsgespräch zwischen den Gewerkschaften DJV, verdi und DOV sowie Vertretern der ARD gegeben hat. Mit diesem Gespräch, das am 25. Oktober 2019 in Berlin stattfand,  sollten die stockenden Verhandlungen in den ARD-Anstalten wieder in Gang gebracht werden. Grunddissens ist die Anlehnung der Abschlüsse im Öffentlichen-rechtlichen Rundfunk an die für den Öffentlichen Dienst. In den zurückliegenden Jahren war dies in den Verhandlungen gelebte Übung. Auch die KEF vergleicht die Gehälter im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit denen des Öffentlichen Dienstes. In der aktuellen Runde besteht in der ARD und auch seitens des MDR keine Bereitschaft, sich an den Abschlüsse im Öffentlichen Dienst (ÖD) zu orientieren.

Die Angebote des MDR liegen mit 4,2 Prozent Steigerung der Gehälter und Honorare für zwei Jahre weit hinter den ÖD-Abschlüssen. Der MDR hat gestern sein bisheriges Angebot nochmals im Intranet vorgestellt. Neue Aspekte oder Angebote, die den beim Gespräch mit der ARD-Spitze von den Gewerkschaften gemachten  Vorschlägen folgen, sind darin nicht enthalten.

net vornWir müssen also erneut grundsätzlich verhandeln. Der heutige Verhandlungstag wird darüber entscheiden, ob und in welchem Umfang die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MDR die weiteren Tarifverhandlungen aktiv begleiten müssen. 

Der Workshop der Gewerkschaften und MDR-Vertretern am 28. Oktober 2019 zu den Themen Honorar bei Nachtarbeit, Bemessungsgrenzen, Angebotsgarantie für Freie mit programmgestaltenden Tätigkeiten und Urlaubsgeld für Freie ergab einige Lösungsmöglichkeiten. Der DJV hat dafür plädiert, dass bei allen Tätigkeiten zwischen 22.00 und 6.00 Uhr der Nachtzuschlag von 25 Prozent fällig wird unabhängig von der Honorarhöhe. Alternativ könnte der Anspruch bei einer Honorarhöhe von 200 € gedeckelt werden, sodass max. 50 € Zuschlag fällig werden. Bei anderen ARD-Anstalten wird nur bis zu einer Honorarhöhe von 200 € der Zuschlag für Nachtarbeit gezahlt. Liegt das Honorar über diesem Betrag, gibt es keinen Nachtzuschlag.

Bei den Bemessungsgrenzen (soziale Schutzbedürftigkeit, Härtefallregelung und Anspruchsbegrenzung) erläuterten die DJV-Vertreter nochmals unseren Vorschlag, die Grenze für die soziale Schutzbedürftigkeit (derzeit Bezüge von 76.000 € im Jahr) beim Jahresgehalt der Vergütungsgruppe I letzte Stufe (derzeit ca. 104.000 € bzw. 110.000 €, je nachdem ob man das für die Altersversorgung maßgebliche Gehalt oder das Tarifgehalt incl. des umgelegten 13. Monatsgehalts nimmt) festzulegen. Damit könnte man auch vom steuerrechtlichen Begriff „Bezüge“ (was Gewinn bedeutet) zum beim MDR erzielten Jahresbruttohonorar wechseln, was die Feststellung der Arbeitnehmerähnlichkeit in Grenzfällen deutlich vereinfacht.

Bei der Angebotsgarantie haben wir eine stufenweise Regelung nach 15 Beschäftigungsjahren beim MDR vorgeschlagen. Diese sollte bei 70 Prozent liegen. Nach 20 Jahren könnte sie 85 Prozent betragen und nach 25 Jahren sollte nur noch eine außerordentliche Kündigung bzw. einmalige Absenkung auf 85 Prozent möglich sein.

Beim Urlaubsgeld für Freie tut sich der MDR schwer, weil dafür noch keine tarifliche Regelung existiert. Dazu haben wir zwei Varianten vorgeschlagen. Pro Urlaubstag, der in Abhängigkeit von Beschäftigungsjahren gewährt wird, gibt es eine Aufschlag von X auf die Urlaubsvergütung. Oder der Faktor (derzeit 0,3) für die Berechnung der Urlaubsvergütung wird geändert (erhöht).

Die MDR-Geschäftsführung fordern wir auf, mit konstruktiven neuen Angeboten in die heutige Verhandlungsrunde zu kommen. Wir erwarten vor allem neue Angebote im Vergütungsbereich. Ein Lösungsvorschlag hierzu wurde von den Gewerkschaften beim Gespräch  auf ARD-Ebene eingebracht. Er sieht eine längere Laufzeit, eine dreistufige lineare Vergütungserhöhung und ein Sonderkündigungsrecht der Arbeitgeberseite vor.

Die Positionen der Verhandlungskommission zum bisherigen MDR-Angebot finden Sie in unserer Tarif_Info_7, aktuelle Informationen hier im blog bzw. via twitter.

Werden Sie jetzt Mitglied im DJV Sachsen oder einem anderen Landesverband!

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DJV startet Jahr der Freien

1. November 2019

Bei seinem Verbandstag, der gegenwärtig in Berlin stattfindet, startet der DJV sein Jahr der Freien. Den Auftakt bildet am Montag ein Lauf der Freien durch Berlin. Im Jahr 2020 soll es zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen für und zum Thema Freie in den Medien geben.

Der DJV Sachsen hat Anfang November eine Umfrage gestartet, um deren Situation zuermitteln.

MDR bleibt bei bisherigem Angebot

18. September 2019

Nach einer 80minütigen Verhandlungsrunde mit dem MDR gibt es kein neues Angebot. Der MDR bleibt bei 4,2 % für Gehälter und Honorare. Die Streikenden sind empört und entäuscht. Erst im November soll weiter verhandelt werden.

Grüße in andere ARD-Anstalten

18. September 2019

Kurze „Streikpause“ beim MDR-Warnstreik und Grüße an die Kollegen der anderen ARD-Anstalten, die ebenfalls die Arbeit niedergelegt haben.

Warnstreik beim MDR

18. September 2019

Rund 250 Kolleginnen und Kollegen sind dem Aufruf der Gewerkschaften zum Warnstreik beim MDR in Leipzig gefolgt.

Warnstreik heute beim MDR

18. September 2019

Header MDR-Streik

Die Gewerkschaften DJV, Verdi und DOV rufen die festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Mitteldeutschen Rundfunk am Standort Leipzig am heutigen 19. September 2019 zu einem befristeten Warnstreik auf. 10 Uhr geht’s los.

Die Gewerkschaften verhandeln seit April dieses Jahres neue Vergütungstarifverträge. Der Forderung nach einer 6-prozentigen Anhebung der Gehälter und Honorare ist der MDR bisher em Angebot von 4,2 Prozent entgegengetreten. Zur Durchsetzung der Forderung der Gewerkschaften dient der Streik im Rahmen einer bundesweiten an den ARD-Aktion.

Tarif-Info_Vergütung Nr. 6_16.09.19

Streikaufruf DJV Sachsen
Streikaufruf DJV Sachsen-Anhalt
Streikaufruf DJV Thüringen

Streik – Info mdr 2019

Medieninformation

 

 

 

Tarifverhandeln kostet!

17. September 2019

Beim DJV Sachsen kannst Du online Mitglied werden.
Tu es jetzt!

Sozialer Schutz für feste Freie beim MDR

16. Mai 2019

Die DJV-Landesverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben Sie in den zurückliegenden Wochen gefragt, ob der soziale Schutz für arbeitnehmerähnliche Freie beim MDR verbessert werden muss. In der Umfrage haben wir auch die tariflichen Möglichkeiten benannt.

Bevor Sie sich den Details widmen, beantworten Sie für sich, in welchem Umfang folgende Risiken für Ihr Beschäftigungsverhältnis bestehen: Programmänderungen, Krankheit/Unfall, rückläufige Aufträge, Konkurrenzsituation. Bewerten Sie die Situation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und mögliche Auswirkungen auf Ihre Beschäftigung!

Wir haben in unserer Info vom 10.05.2019 noch ein paar wichtige Fakten zusammengestellt. Wie immer erreichen Sie den DJV per E-Mail via info@djv-mdr.de

Schmales Angebot des MDR

14. Mai 2019

In der zweiten Verhandlungsrunde (13.5.2019) hat der MDR für feste und freie Mitarbeiter, Auszubildende und Volontäre lediglich eine Erhöhung der Gehälter und Honorare in Höhe von 4 % in zwei Schritten für die Laufzeit vom 1.4.2019 bis zum 31.3.2021 angeboten. Dieses Angebot liegt erheblich hinter den Forderungen der Gewerkschaften zurück. DJV, verdi und DOV orientieren sich mit der Forderung nach 6 % Erhöhung aller Vergütungen für ein Jahr am Tarifbereich Öffentlicher Dienst der Länder, der in der Vergangenheit sowohl beim MDR, als auch in der ARD als Maßstab diente.

Viele Forderungenen bleiben beim ersten Angebot des MDR unberücksichtigt. Lesen Sie die Details in unserer Tarifinfo_2

 

Tarifverhandlung: Erster Kontakt

12. April 2019

Arbeit ist mehr wert StreiklogoDJV_180px 2008Ohne eigenes Angebot kam die MDR-Geschäftsleitung am 11. April zum Verhandlungsauftakt der Vergütungsrunde 2019. Stattdessen reklamierte sie Erklärungsbedarf zu den Gewerkschaftsforderungen, um den eigenen Meinungsbildungsprozess abschließen zu können.

Die DJV-Landesverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben ihre Forderung nach 6-prozentiger Anhebung der Gehälter und Honorare ohne eine bestimmte Laufzeit versehen. Sie gehen aber davon aus, dass der neue Vergütungstarifvertrag eine zweijährige Laufzeit hat, beginnend ab dem 1. April 2019.

Die anderen Forderungen des DJV stehen gleichrangig neben der nach linearer Anhebung der Vergütungen für Feste und Freie. Die Zahlung von Mehrarbeitsvergütung und –zuschlägen sowie Zeitzuschlägen an alle Festangestellten sehen wir als zwingend notwendig an. Die Tarifierung von Sonn- und Feiertagszuschlägen für Freie hat in der Praxis dazu geführt, dass insbesondere Festangestellte, die von der Zuschlagszahlung ausgenommen sind, die Dienste an Wochenenden und Feiertagen leisten müssen.

Lesen Sie die komplette DJV Tarif-Info_vom 12.04.19


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