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MDR-Warnstreik wird fortgesetzt

5. September 2017

Tarifinfo Vergütung und Honorare

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am gestrigen 4. September 2017 haben rund 230 Beschäftigte des MDR mit einem mehrstündigen Warnstreik in der Zeit zwischen 12:30 Uhr und 20 Uhr ihren deutlichen Unmut und Protest gegen das bisherige Verhalten der Geschäftsleitung des MDR am Verhandlungstisch zum Ausdruck gebracht. Somit haben sich binnen weniger Tage rund 400 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt.

Mit der Aufbesserung um 0,2 % bei den prozentualen Steigerungen der Gehälter, Honorare und Volo-Vergütungen auf +2,2 % ab 1.4.2017 und 2,35 % ab dem 1.4.2018 versucht die Geschäftsführung des MDR den Beschäftigten die weiteren wichtigen Forderungen „abzukaufen“.

Bei den drei weiteren Forderungen, die für viele Beschäftigte sehr wichtig sind, hat sich der MDR nicht oder nur unzureichend bewegt.

  • Die Sonn- und Feiertagshonorare sollen nur um jeweils 10 % auf 30 % bzw. 85 % erhöht werden. Und zwar weiter nur auf der Berechnungsbasis der Mindesthonorare. Diese Honorare müssen im Unterschied zu den entsprechenden höheren Zuschlägen für die festen MitarbeiterInnen voll versteuert werden und sollen bis 2023 eingefroren werden.
  • Keine Bewegung gab es bei der Erhöhung der Erhöhung der Angebotsgarantie im BTV, die wieder nur einmalig um 1 % erhöht werden soll und damit weit hinter den Honorarerhöhungen zurück bleibt, was durch diese Deckelung erhebliche Nachteile für Freie MItarbeiterInnen zur Folge haben kann.
  • Der Familienzuschlag/Kinderzuschlag für feste und freie MitarbeiterInnen wurde durch die GF des MDR mit einer totalen Blockade belegt, obwohl der MDR die einzige ARD-Anstalt ist, die dafür keine Regelungen hat. Durch diese ungerechtfertigte Benachteiligung wurden schon 25 Jahre erhebliche Summen eingespart, was aus Sicht des MDR offensichtlich so bleiben soll.

Die Gewerkschaften haben der Geschäftsführung die Fortsetzung der Verhandlungen noch in dieser Woche angeboten. Leider hat die Geschäftsführung erst am 28. September 2017 dafür Zeit.

Am 5. September 2017 wird der Warnstreik beim MDR in Leipzig fortgesetzt.

Tarif-Info Nr 7

 

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Warnstreik beim MDR in Leipzig

4. September 2017

Die Verhandlungen zu einem neuen Vergütungstarifvertrag beim MDR sollten am 4. September 2017 in Leipzig fortgesetzt werden. Die Geschäftsleitung hatte bereits vorab verlauten lassen, dass es ein neues Angebot geben soll. Als die Tarifkommission den vor dem Verhandlungsraum in der MDR-Zentrale wartenden festen und freien Mitarbeitern das Angebot vorstellt, stimmten diese für Warnstreik – ab sofort!

Das MDR-Angebot sieht vor: Erhöhung der Gehälter und Honorare 2017 – 2,2 Prozent, 2018 – 2,35 Prozent, aber keine Erhöhung der Sonn- und Feiertagshonorare und keinen Familienzuschlag.

Warnstreiks gab es bereits am 31. August an den MDR-Standorten Dresden, Erfurt und Magdeburg.

Warnstreiks an MDR-Standorten

31. August 2017

2017 08 b Streik EF djv mdr-3605(Aktualisierte Version) Rund 100 MDR-Mitarbeiter traten heute allein in Erfurt in einen befristeten Warnstreik. Auch in Dresden und Magdeburg machten feste und freie Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks deutlich, dass sie vom Sender ein neues, verbessertes Angebot in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen zu einem neuen Vergütungstarifvertrag erwarten. Die letzte Verhandlungsrunde (14. August 2017) sorgte für Unmut, weil der MDR hinter seiner eigenen Ansage, ein Angebot „am oberen Rand“ vorlegen zu wollen, zurück blieb. Die Gewerkschaften ver.di und DJV hatten daher heute an den drei Standorten des Mitteldeutschen Rundfunks zu befristeten Warnstreiks aufgerufen. Die Verhandlungen sollen am Montag (4.9.2017) in Leipzig fortgesetzt werden.

WS DD [hprfoto] 20170831_123845Eine breite Beteiligung am Warnstreik gab es auch im Dresdner Landesfunkhaus (Foto links) und beim MDR in Magdeburg (Foto unten).

Für Verwirrung sorgte eine vom Sender im Intranet verbreitete Information zum Streikrecht. Darin wurden die Mitarbeiter u. a. aufgefordert, sich vor Teilnahme an der Arbeitskampfmaßnahme beim Vorgesetzten abzumelden. Die bereits zuvor von den Gewerkschaften herausgegebene Streikinformation hält dies hingegen zurecht für nicht erforderlich.

2017 08 b Streik MD djv mdr-3605

Fotos: kpv, [hprfoto], ???

MDR-Mitarbeiter-Meinung gefragt!

15. August 2017

Unterschriften MDR 14.8.2017 [hprfoto]2017 KMHillerNach der Verhandlungsrunde zur Vergütung beim MDR am 14. August 2017 sind jetzt die festen und freien Mitarbeiter des Senders erneut nach ihrer Meinung gefragt. Vor der Verhandlungsrunde hatten rund 600 von ihnen mit ihrer Unterschrift ein Angebot des MDR „am oberen Rand“ der Abschlüsse anderer ARD-Anstalten gefordert.  Der MDR hat aber nur ein geringfügig verbessertes Angebot vorgelegt. In der Tarifinformation zur Verhandlungsrunde heißt es: „Es gibt keine vertretbaren Gründe, bei gleichen Leistungen unterschiedlich bezahlt zu werden.“ Nach Ansicht der MDR-Geschäftsleitung würden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur Anhebungen der Gehälter und Honorare um insgesamt 4,35 Prozent zulassen. NDR und SWR haben bereits mit 4,55 Prozent Vergütungssteigerung abgeschlossen. Das ist auch Maßstab für die beim MDR verhandelnden Gewerkschaften DJV, ver.di und DOV.

Die Mitarbeiter des MDR sind zu Informationsveranstaltungen an allen Standorten eingeladen und können sich gleichzeitig schriftlich zum MDR-Angebot äußern.

Tarif-Info vom 14.08.2017

Foto: [hprfoto] Im Verhandlungsraum: Rund 600 Mitarbeiter sprachen sich auf Unterschriftslisten für einen mit anderen ARD-Anstalten vergleichbaren Tarifabschluss beim MDR aus.

Neue Verhandlungsrunde am Montag

9. August 2017

Gewerkschaftsforderungen  jetzt unterstützen!

U-Liste August 2017Am 14. August gibt es eine weitere Verhandlungsrunde in Sachen Vergütung beim MDR. Dem unzureichenden Angebot des Senders stehen Abschlüsse anderer ARD-Anstalten gegenüber. Tarifkommission und die Gewerkschaften DJV, ver.di und DOV erwarten daher, dass der MDR ein deutlich besseres Angebot vorlegt. Die festen und freien Mitarbeiter fordern dies ebenfalls. In den Funkhäusern werden dazu gegenwärtig Unterschriften gesammelt.

Die MDR-Geschäftsleitung hat in der letzten Verhandlungsrunde eine Anhebung der Gehälter und Honorare von 4 Prozent (2017: 1,9 % und 2018: 2,1 %) angeboten. Bei NDR und SWR wurden insgesamt 4,55 Prozent bereits tariflich vereinbart.

 

 

MDR-Angebot fällt deutlich ab

5. Mai 2017

Erste Verhandlungsrunde zum Vergütungstarif am 4.5.2017

Die MDR-Geschäftsleitung hat für die Festangestellten, die unter den BTVA fallen, Auszubildende, Volontäre und freie Mitarbeiter eine Erhöhung der Gehälter und Effektivhonorare von 1,9% in diesem Jahr und 2,1% im kommenden Jahr angeboten. Sie weicht damit um 0,35 % vom Tarifergebnis im öffentlichen Dienst (2017: 2,0 %, 2018: 2,35 %) ab. Den Unterschied begründet die Geschäftsleitung mit der Berücksichtigung der Kosten für Stufensteigerungen und Höhergruppierungen. Bei Freien entstehen diese Kosten jedoch nicht.
Die Mitarbeiter, deren betriebliche Altersversorgung im VTV geregelt ist, sollen nochmals je 0,2% Abzug pro Jahr hinnehmen (2017: 1,7%, 2018: 1,9%), wenn es keine Einigung zur Altersversorgung auf der ARD-Ebene gibt. Das Angebot des MDR liegt damit wesentlich hinter anderen Anstalten zurück.

Keine Angebote gab es zu folgenden Gewerkschaftsforderungen:
– lineare Erhöhung der Mindesthonorare (Freie),
– Anhebung der BTV-Angebotsgarantie (Freie),
– Erhöhung von Sonn- und Feiertagshonoraren (Freie),
– Familienzuschlag (Feste),
– Gesundheitstag für Gewerkschaftsmitglieder,
– Übernahme von Auszubildenden für mindestens 2 Jahre.

Jetzt sind die Mitarbeiter gefragt: Was haltet ihr/halten Sie davon?

Feedback an:
info@djv-mdr.de

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 14. Juni 2017 vereinbart.
Tarifinfo

Standardhonorare werden erhöht???

26. April 2017

 

Wie ist das mit dem standardisierten Honorar zu verstehen? Wann finden Honorarerhöhungen beim MDR statt?

Wird 12-mal im Kalenderjahr das gleiche Honorar für die gleiche Leistung in derselben Kostenstelle gezahlt, dann gilt es als ein standardisiertes Honorar. Das betrifft sowohl Werks-, Tages- oder Schichthonorare. Aufgrund der protokollierten Vereinbarung werden solche standardisierten Honorare bei künftigen Tarifabschlüssen angehoben. Arbeitet ein Mitarbeiter für zwei Kostenstellen, gilt ebenso, dass auch diese konkrete Leistung für die zweite Kostenstelle mindestens 12-mal im Kalenderjahr erbracht werden muss und dafür das gleiche Honorar für diese konkrete Tätigkeit gezahlt wurde.

Also:
Kostenstelle XXXX, Kameramann, mindestens 12-mal gleiches Honorar im Kalenderjahr = standardisiertes Honorar, das im darauffolgenden Jahr entsprechend Tarifvertrag erhöht wird.

und
Kostenstelle ZZZZ, Kameramann (künstlerisch), mindestens 12-mal gleiches Honorar im Kalenderjahr = standardisiertes Honorar, das im darauffolgenden Jahr analog erhöht wird

Möglich ist auch, dass in zwei Kostenstellen für die gleiche Leistung eine unterschiedliche Honorierung erfolgt, dann wird analog verfahren.

Erhöhung der Effektivhonorare kommt in den nächsten Vergütungstarifvertrag

21. April 2017

Die Erhöhung der tatsächlich gezahlten Vergütungen (Effektivhonorare) für arbeitnehmerähnliche Freie wird künftig in einem Tarifvertrag geregelt. Das ist das Ergebnis komplizierter Verhandlungen der Gewerkschaften mit der MDR-Geschäftsleitung am gestrigen 20. April 2017 in Leipzig. Der Inhalt der im Anschluss an die Verhandlung protokollierten Vereinbarung wird in den 6. Änderungstarifvertrag zum Tarifvertrag über die Mindestvergütungen aufgenommen, der ab 4. Mai 2017 zwischen den Tarifpartnern verhandelt wird.

mdrfrei vorn

Der MDR sagte eine Anhebung der Honorarsätze um 2,5 Prozent ab 01.04.2017 für Werks-, Tages- und Schichtleistungen zu, die im vergangenen Kalenderjahr mit einem standardisierten Honorar vergütet worden sind. Die Auszahlung des Steigerungsbetrags erfolgt erst zum Zeitpunkt der Inkraftsetzung des noch zu verhandelnden Änderungstarifvertrages. Die weitere lineare Anhebung der Mindesthonorare und tatsächlich gezahlten Vergütungen (Effektivhonorare) ist Gegenstand der Verhandlungen ab dem 4. Mai.

Von einem standardisierten Honorar wird ausgegangen, wenn einer/einem Freien für die jeweilige Tätigkeit in einer Kostenstelle bei gleicher Leistung in gleicher Qualität mindestens 12 Mal das gleiche Honorar gezahlt worden ist. Die 12 wertgleichen Honorare können auch erreicht werden, wenn die/der Freie aus Gründen die Kostenstelle wechselte, die er nicht zu vertreten hat. Bei vorübergehenden Auszeiten, wie beispielsweise eine Langzeiterkrankung oder die Inanspruchnahme von Elternzeit, gelten die 12 Monate vor Beginn der Auszeit als Betrachtungszeitraum für die 12 wertgleichen Honorare.

Die/Der Freie kann die Dynamisierung ihrer/seiner standardisierten Honorare durch eine von MDR und Gewerkschaften paritätisch besetzten Schiedsstelle prüfen lassen.

Diese Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Gremien der Tarifvertragsparteien.

Die Gewerkschaften DJV und verdi

Effektivhonorare werden steigen

4. April 2017

Verhandlungsergebnis für Dynamisierung erzielt

Am 31. März 2017 haben sich die Verhandlungskommissionen der Gewerkschaften und der Geschäftsleitung des MDR im Grundsatz auf die Dynamisierung der Effektivhonorare für arbeitnehmerähnliche Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (12a-Freie) ab dem Jahr 2017 geeinigt. Der Streit um den Nachhaltigkeitsfaktor, den die Gewerkschaften mit 4,4 Prozent und die Geschäftsleitung mit 2,1 Prozent beziffert hatten, wurde mit einem Kompromiss beigelegt. Dieser besagt, dass ab 2017 die Effektivhonorare um 2,5 Prozent erhöht werden.

Somit ist gesichert, dass ab der jetzt bevorstehenden Tarifrunde die prozentualen Tariferhöhungen zur Anhebung der Mindesthonorare und der darüber hinaus gezahlten Vergütungen der Freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen.

Neben den Schichthonoraren werden auch sogenannte „standardisierte Werkshonorare“ in die Dynamisierung der Effektivhonorare einbezogen. Voraussetzung sind mindestens zwölf wertgleiche Honorare für die jeweilige Werkleistung im Jahr 2016.

Die Gewerkschaften werten es als wichtigen Erfolg, dass damit der tarifliche Einstieg in ein neues gerechteres System der Honorarerhöhungen gelungen ist und damit die Übergangsphase mit den umstrittenen jährlichen Einmalzahlungen, die in der Vergangenheit nicht oder nur teilweise dynamisiert waren, beendet werden konnte.

Für eine abschließende Verhandlungsrunde am 20. April 2017 wird der MDR einen Tarifvertragsentwurf vorbereiten. Das erzielte Ergebnis muss noch durch das Direktorium des MDR bestätigt werden und steht auch unter dem üblichen Gremienvorbehalt.

Die Gewerkschaften DJV und verdi

Tarifinfo Effektivhonorare

 

Altersversorgung: Verhandlungen gehen weiter

7. März 2017

Die Verhandlungen zur Altersversorgung in den ARD-Anstalten sollen demnächst fortgesetzt werden. In einer Stellungnahme des DJV positioniert sich Benno Pöppelmann zu einem Informationsschreiben der Intendanten.

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