Archive for the ‘feste’ Category

Umfragen zur MDR-Tarifrunde 2015

5. November 2014

Die beim MDR vertretenen Gewerkschaften starten in dieser Woche Umfragen zur nächsten Tarifrunde. Teilnahmeberechtigt sind zunächst nur die Mitglieder von DJV, ver.di und DOV. Inhaltlich geht es um die Forderung zur Vergütungsentwicklung. Um ein möglichst breites Stimmungsbild zu erhalten, wird hier im Tarifblog eine Umfrage geschaltet werden, an der sich alle MDR-Mitarbeiter beteiligen können.
mdrfrei vorn

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LVZ-Redaktion: 90 statt 131

18. August 2014

Ein Erfolg, der kein Geschenk ist: Für die Leipziger Volkszeitung (LVZ) gibt es seit voriger Woche einen unterschriebenen Interessenausgleich und Sozialplan. Die Vereinbarung – vom Betriebsrat ausgehandelt – ist der Leipziger Preis für „Madsack 2018“, das Umbauprogramm des Medienkonzern. Die Zukunft für die LVZ-Redaktion sieht eine Reduzierung der Beschäftigten von 131 auf 90 Köpfe vor.

Über Monate versuchte sich die Leipziger Geschäftsführung im Versteckspiel. Sie bemühte sich, Betriebsrat und Belegschaft möglichst lange über ihre Umstrukturierungspläne im Unklaren zu lassen. Die Konzernspitze schickte Personalchef Adrian Schimpf nach Leipzig, um die Arbeit an Interessenausgleich und Sozialplan in Bahnen zu lenken.

Nunmehr steht fest: Bei Kündigungen findet für die Abfindung ein Faktor von 0,9 Bruttogehältern pro Beschäftigungsjahr Anwendung, Hinzu kommt ein Sockelbetrag von 4000 Euro sowie ein Abfindungszuschlag für jedes unterhaltspflichtige Kind  in Höhe von 3000 Euro.

Weiterhin wurden folgende Leistungen beschlossen:

– Es wird einen Härtefallfonds in Höhe von 30 000 Euro geben.

– Der Arbeitgeber sichert Bewerbungstrainings für ausscheidende Mitarbeiter zu.

– Für die verbleibenden Mitarbeiter gibt es Nachteilsausgleiche (z. B. zusätzliche Fahrtkosten, Verdienstausfall, Fortbildungskosten).

Ein weiterer Verhandlungserfolg ist, dass kein gekündigter Mitarbeiter vor dem 31. März 2015 das Unternehmen verlassen muss.

Madsack 2018 bedeutet für den Leipziger Standort Verzicht auf Nähe zum Leser. Betriebsrat und DJV haben vor diesem für die Zukunft der Zeitung gefährlichen Vorhaben mehrfach gewarnt. Vom Betriebsrat der Leipziger Volkszeitung wurden auch in den Verhandlungen immer wieder mögliche Alternativen aufgezeigt, die von Konzernseite abgelehnt wurden.

Gespräche zu einem Sozialplan laufen gegenwärtig auch bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN), einer Tochter der LVZ.

 

 

LVZ: Erfolg für Betriebsrat

21. Juli 2014

Bei den Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung der Leipziger Volkszeitung steht möglicherweise Ende Juli ein Abschluss bevor. In einer Betriebsratsinformation vom 18. Juli 2014 heißt es: „Interessenausgleich und Sozialplan werden abschließend in einem Open-End-Termin am 30.07.2014 ausgehandelt“.
Bei den bisherigen Verhandlungen gelang es dem Betriebsrat, die Anzahl der von Madsack geplanten Kündigungen zu reduzieren. Voraussichtlich 21 Mitarbeiter werden Altersteilzeitregelungen nutzen. Die noch vorgesehenen Kündigungen (13,9 Vollzeitstellen) will der Betriebsrat weiter reduzieren. Verhandelt wurde bereits über ein Punktesystem für einen Sozialplan. Der Arbeitgeber will im September 2014 Kündigungen aussprechen. Der Betriebsrat fordert, dass die zu kündigenden Arbeitsverhältnisse frühestens am 30.06.2015 enden.

MDR: Wertkontensondierung gescheitert

21. Dezember 2013
Auch das zweite Sondierungsgespräch am 16.12.2013 zwischen MDR und Gewerkschaften für einen Tarifvertrag zu Wertkonten beim MDR blieb ergebnislos. Die Verhandlungsführung des MDR lehnte es kompromisslos ab, in einem Tarifvertrag zu Wertkonten auch solche wichtigen Themen, wie die Unterstützung von… Pflegezeiten und Elternzeit zu berücksichtigen. Gar nicht zu reden von einem Sabbatical aus privaten Gründen. Damit verkommt ein Wertkontenmodell zur Billig-Altersteilzeit, mit dessen Hilfe der MDR in der Zukunft deutlich billiger als mit Altersteilzeit ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitiger loswerden will. Die Verhandlungskommission der Gewerkschaften hatte den Eindruck, dass solche wichtigen gesellschaftlichen Themen, wie Pflege und Kinderbetreuung für den MDR Teufelszeug sind. Dass dies mit dem Leitbild eines familienfreundlichen Betriebes übereinstimmt, konnten sich die Mitglieder der Tarifkommission nicht vorstellen. Es ist sehr bedauerlich, dass eine solche Diskussion im öffentlich rechtlichen Rundfunk beim MDR überhaupt geführt werden muss. Andere ARD-Anstalten, wie HR und SWR haben bereits bessere tarifliche Regelungen abgeschlossen. Zu den von den Gewerkschaften schon im ersten Sondierungsgespräch aufgeworfenen Fragen, wie Kündigung und Nachwirkung eines möglichen Tarifvertrages, Startmodell für ältere Beschäftigte sowie Auswirkungen auf den BTVA (betriebliche Altersversorgung) gab es Lösungsansätze, die weiter diskutiert werden könnten. Die Gewerkschaften vertreten jedoch die Auffassung, dass ein Wertkontenmodell, in dem Beschäftigte ausschließlich mit eigenen Einkommensbestandteilen ein Guthaben aufbauen, auch für wichtige andere Lebensphasen genutzt werden sollte. Als Zielgruppe „nur“ die älteren Beschäftigten im Auge zu haben ist deutlich zu kurz gesprungen. Damit wird kein Wertkontenmodell geschaffen, das auch für alle anderen Beschäftigten attraktiv wäre. Eine Beteiligung der Beschäftigten unter der Zielgröße des MDR (300 bis 400) für die Beteiligung bis zum 31.12.2015 würde zur Kündigung und Rückabwicklung des Tarifvertrages führen. Die Tarifkommission der Gewerkschaften sieht angesichts dieser Haltung des MDR keine Möglichkeit, Tarifverhandlungen aufzunehmen, die mit einem für alle Beschäftigten des MDR sinnvollen Ergebnis gestaltet werden könnten.
Tarifinfo der Gewerkschaften

MDR-Mitarbeiter-Umfrage zur Vergütung

14. Juni 2013

Die Gewerkschaftsmitglieder beim MDR sind aufgrufen, sich zum Ergebnis der Tarifverhandlungen für einen neuen Vergütungstarifvertrag zu äußern.
(Tarif-Info Vergütung Nr 6_2013)

Am 29. Mai einigten sich Gewerkschaften und MDR auf folgende Eckpunkte:

1. Erhöhung der Vergütungssätze der festen Mitarbeiter/-innen

– ab 01.04.2013 um 3,0 %,

– ab 01.04.2014 um weitere 2,1 % plus Einmalzahlung im Mai 2014 in Höhe von 500 €

2. Erhöhung der Vergütungssätze der Auszubildenden und Volontäre

– prozentuale Erhöhung wie bei den festen Mitarbeiter/-innen, zusätzlich Einmalzahlung im Mai 2014 in Höhe von 100 €

3. Arbeitnehmerähnliche freie Mitarbeiter/-innen der Jahre 2013 und 2014

– Anhebung der Mindesthonorare ab 01.07.2013 um 3,0 %,

– Einmalzahlung in diesem Jahr von 3 % auf Basis der im Jahr 2012 erzielten Bezüge (mit erfolgreicher Beantragung einer tariflichen Leistung),

– Anhebung der Mindesthonorare 2014 ab 01.01.2014 um weitere 2,1 %,

– Einmalzahlung im nächsten Jahr von 2,1 % auf Basis der 2013 erzielten Bezüge plus eine weitere Einmalzahlung von 500 € (mit erfolgreicher Beantragung einer tariflichen Leistung)

– Bei der Berechnung der prozentual gewährten Einmalzahlung werden die Einmalzahlungen der Vorjahre zur jeweiligen Honorargesamtsumme hinzugerechnet. Alle Einmalzahlungen werden nicht auf die Verdienstgrenze angerechnet.

– Absichtserklärung zur Gewährung einer Einmalzahlung im Jahr 2013 in Höhe von 5,1 % der Bezüge des Jahres 2012 an freie Mitarbeiter/-innen, die mindestens 42 und höchstens 71 Tage (pro Jahr) in den Jahren 2011 und 2012 für den MDR tätig waren analog 2. Änderungstarifvertrag

4. Anpassung der Urlaubsregelung für feste Mitarbeiter/-innen

31 Tage Urlaub für alle fest angestellten Mitarbeiter/-innen

5. Verlängerte Volontärs-Ausbildung

Einführung einer Vergütung für das 4. Halbjahr mit einem Betrag von 1.917 € (zzgl. oben vereinbarter prozentualer Tariferhöhung)

Vereinbart wurde auch ein Maßregelungsverbot für die Teilnahme an Streikaktionen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit vom 1. April 2013 bis zum 31.3.2015.

Kurzabstimmung

Umfrage zum Verhandlungsergebnis für einen neuen Vergütungstarifvertrag beim MDR

11. Juni 2013

Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Verhandlungsergebnis vom 29.5.2013 per Klick!

Sie können uns Ihre ausführliche Meinung auch per Email senden: 
b3@djv-sachsen.de

Verhandlungsergebnis MDR-Vergütungen

29. Mai 2013

Nach einer achtstündigen Verhandlungsrunde wurde am 29. Mai folgendes Ergebnis erzielt:

Für festangestellte MitarbeiterInnen:

-ab 01.04.2013: 3,0%

-ab 01.04.2014: 2,1% sowie eine Einmalzahlung von 500 €

-altersunabhängig 31 Tage Urlaub für alle MitarbeiterInnen

Für Freie MitarbeiterInnen gibt es einen wertgleichen Abschluss

(Mindesthonorare und Einmalzahlungen).

Die Gewerkschaften werden zum Verhandlungsergebnis eine Mitgliederbefragung durchführen.

Tarif-Info Vergütung Nr. 5_2013

Heute Warnstreik in der MDR-Zentrale

29. Mai 2013

mdr-13Die festen und freien Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks sind am heutigen 29. Mai 2013 in Leipzig ab 9 Uhr erneut zu einem Warnstreik aufgerufen. Bereits am Montag hatte es in Dresden, Erfurt, Halle und Magdeburg jeweils zweistündige Warnstreiks gegeben.

Im Streikaufruf der DJV-Landesverbände heißt es:

Wir streiken zur Durchsetzung unserer Forderungen:

–  lineare Anhebung der Gehälter um 6 Prozent für die festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Auszubildenden und Volontärinnen und Volontärinnen und Volontäre beim MDR mit dem Ziel der weiteren Anpassung an das ARD-Niveau sowie Zuschläge für alle,

– wertgleicher Abschluss zu den Vergütungen der freien arbeitnehmerähnlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Verhandlung von Honorarsätzen für Sonn- und Feiertagsarbeit.

Die Gewerkschaften DJV, DOV und ver.di reagieren mit dem Streikaufruf auf ein völlig unzureichendes Angebot, das der MDR in einer ersten Verhandlungsrunde  unterbreitet hat und halten an dem Streikaufruf trotz eines am Freitag vom MDR angekündigten verbesserten Verhandlungsangebotes fest.

Am heutigen Vormittag sollen in Leipzig die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und dem MDR fortgesetzt werden.

Tarif-Info Nr. 3
Streik – Unser gutes Recht

Warnstreiks beim MDR

27. Mai 2013

Warnstreik DD 27.5.2013 [hprpic]An mehreren Standorten des Mitteldeutschen Rundfunks folgten heute Vormittag feste und freie Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks dem Aufruf der Gewerkschaften DJV, ver.di und DOV und traten für zirka zwei Stunden in einen befristeten Warnstreik. Sie zeigten sich damit unzufrieden bis entrüstet über die vom MDR bisher vorgelegten Angebote im Rahmen der derzeit laufenden Verhandlungen für einen neuen Vergütungstarifvertrag.

Fazit der Gespräche während des Warnstreikes in Magdeburg war die Forderung nach einer angemessenen linearen Erhöhung. Rund 40 Mitarbeiter waren dem Streik-Aufruf der Gewerkschaften gefolgt.

In Dresden waren es trotz des schlechten Wetters ebenfalls fast 40 Kolleginnen und Kollegen. Sie kritisierten, dass die derzeit vorliegenden Angebote des MDR erneut keine Anpassung an ARD-Niveau sichern. Das sei vor allem vor dem Hintergrund, dass auch alle frühere Abschlüsse beim MDR hinter denen der anderen ARD-Anstalten zurückblieben, unannehmbar. Die Mitarbeiter äußerten ihr Unverständnis, dass Sparen im MDR offensichtlich immer nur beim Personal und bei den Freien thematisiert wird. Aus dem Landesfunkhaus Thüringen und dem KiKi kamen rund 90 Kolleginnen und Kollegen zum Warnstreik in Erfurt.

Tarif-Info Vergütung Nr 2_2013
Flugblatt der Gewerkschaften
Streik – Unser gutes Recht

Warnstreik beim MDR in Dresden, Erfurt, Halle und Magdeburg

27. Mai 2013

Die festen und freien Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks in Dresden, Erfurt, Halle und Magdeburg sind am heutigen 27. Mai 2013 zu einem zweistündigen Warnstreik aufgerufen.

Im Streikaufruf der DJV-Landesverbände heißt es:

Wir streiken zur Durchsetzung unserer Forderungen:

–  lineare Anhebung der Gehälter um 6 Prozent für die festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Auszubildenden und Volontärinnen und Volontärinnen und Volontäre beim MDR mit dem Ziel der weiteren Anpassung an das ARD-Niveau sowie Zuschläge für alle,

– wertgleicher Abschluss zu den Vergütungen der freien arbeitnehmerähnlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Verhandlung von Honorarsätzen für Sonn- und Feiertagsarbeit.

Die Gewerkschaften DJV, DOV und ver.di reagieren mit dem Streikaufruf auf ein völlig unzureichendes Angebot, das der MDR in einer ersten Verhandlungsrunde  unterbreitet hat und halten an dem Streikaufruf trotz eines am Freitag vom MDR angekündigten verbesserten Verhandlungsangebotes fest. Am Mittwoch sollen in Leipzig die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Tarif-Info Vergütung Nr 2_2013
Flugblatt der Gewerkschaften
Streik – Unser gutes Recht


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