Archive for the ‘Tageszeitungen’ Category

Faire Bezahlung für gute Arbeit!

5. April 2018

Auf der Prager

Unsere Postkartenaktion auf der Dresdner Prager Straße:
Faire Vergütung journalistischer Arbeit in den Tageszeitungsverlagen in Sachsen

postkarten-junge-e1520807359262Am 13. März und am 9. April 2018 sind Mitglieder des DJV Sachsen auf der Prager Straße unterwegs, um mit Dresdnern und Gästen der Landeshauptstadt ins Gespräch zu kommen! Wir brauchen im Freistaat guten Tageszeitungsjournalismus und wir brauchen eine faire Bezahlung journalistischer Arbeit vor allem für junge Redakteurinnen und Redakteure.
Die Zeitungsverlage müssen endlich in den Flächentarif zurückkehren!
Dies fordert der sächsische Journalistenverband am Montag auch in einem offenen Brief an die Zeitungsverlage des Freistaates.

 

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LVZ-Redaktion: 90 statt 131

18. August 2014

Ein Erfolg, der kein Geschenk ist: Für die Leipziger Volkszeitung (LVZ) gibt es seit voriger Woche einen unterschriebenen Interessenausgleich und Sozialplan. Die Vereinbarung – vom Betriebsrat ausgehandelt – ist der Leipziger Preis für „Madsack 2018“, das Umbauprogramm des Medienkonzern. Die Zukunft für die LVZ-Redaktion sieht eine Reduzierung der Beschäftigten von 131 auf 90 Köpfe vor.

Über Monate versuchte sich die Leipziger Geschäftsführung im Versteckspiel. Sie bemühte sich, Betriebsrat und Belegschaft möglichst lange über ihre Umstrukturierungspläne im Unklaren zu lassen. Die Konzernspitze schickte Personalchef Adrian Schimpf nach Leipzig, um die Arbeit an Interessenausgleich und Sozialplan in Bahnen zu lenken.

Nunmehr steht fest: Bei Kündigungen findet für die Abfindung ein Faktor von 0,9 Bruttogehältern pro Beschäftigungsjahr Anwendung, Hinzu kommt ein Sockelbetrag von 4000 Euro sowie ein Abfindungszuschlag für jedes unterhaltspflichtige Kind  in Höhe von 3000 Euro.

Weiterhin wurden folgende Leistungen beschlossen:

– Es wird einen Härtefallfonds in Höhe von 30 000 Euro geben.

– Der Arbeitgeber sichert Bewerbungstrainings für ausscheidende Mitarbeiter zu.

– Für die verbleibenden Mitarbeiter gibt es Nachteilsausgleiche (z. B. zusätzliche Fahrtkosten, Verdienstausfall, Fortbildungskosten).

Ein weiterer Verhandlungserfolg ist, dass kein gekündigter Mitarbeiter vor dem 31. März 2015 das Unternehmen verlassen muss.

Madsack 2018 bedeutet für den Leipziger Standort Verzicht auf Nähe zum Leser. Betriebsrat und DJV haben vor diesem für die Zukunft der Zeitung gefährlichen Vorhaben mehrfach gewarnt. Vom Betriebsrat der Leipziger Volkszeitung wurden auch in den Verhandlungen immer wieder mögliche Alternativen aufgezeigt, die von Konzernseite abgelehnt wurden.

Gespräche zu einem Sozialplan laufen gegenwärtig auch bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN), einer Tochter der LVZ.

 

 

LVZ: Erfolg für Betriebsrat

21. Juli 2014

Bei den Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung der Leipziger Volkszeitung steht möglicherweise Ende Juli ein Abschluss bevor. In einer Betriebsratsinformation vom 18. Juli 2014 heißt es: „Interessenausgleich und Sozialplan werden abschließend in einem Open-End-Termin am 30.07.2014 ausgehandelt“.
Bei den bisherigen Verhandlungen gelang es dem Betriebsrat, die Anzahl der von Madsack geplanten Kündigungen zu reduzieren. Voraussichtlich 21 Mitarbeiter werden Altersteilzeitregelungen nutzen. Die noch vorgesehenen Kündigungen (13,9 Vollzeitstellen) will der Betriebsrat weiter reduzieren. Verhandelt wurde bereits über ein Punktesystem für einen Sozialplan. Der Arbeitgeber will im September 2014 Kündigungen aussprechen. Der Betriebsrat fordert, dass die zu kündigenden Arbeitsverhältnisse frühestens am 30.06.2015 enden.

Für den Fall der Fälle…

28. Mai 2014

Fußball und Pressekodex…sollte man gewappnet sein. Deshalb gibt’s bei uns die kleine und ggf. unauffällige Broschüre Fußballregeln
…und der Pressekodex ist auch gleich dabei.

Für die Mitgliedschaft im DJV Sachsen gilt das mit dem Fall der Fälle ebenfalls: Die Mitgliedschaft im DJV bringt viele Vorteile. Wir in Sachsen fassen sie mit „Beratung | Rechtsschutz | Service“ zusammen. Der Pressausweis ist natürlich auch dabei!

Der DJV ist Gewerkschaft und Berufsverband. Wir beraten Sie in allen beruflichen Angelegenheiten und gewähren Rechtsschutz.

Testen Sie uns jetzt: Bei unserer Aktion Mitglieder+ 2014 lassen Sie sich den DJV Sachsen von einer/m Kollegin/en empfehlen*, Sie zahlen bis 31.12.2014 nur die Hälfte des Beitrages – bekommen aber alle Leistungen – vom ersten Tag an! Ihr/e Kollege/in ist als Mittler zum DJV stets an Ihrer Seite, bekommt dafür im Januar 2015 die Hälfte seines Jahresbeitrages 2014 zurück gezahlt und lädt Sie dann vielleicht auf ein Gläschen Wein ein;-)

Mitglieder+2014 V1

So locker geht bei uns „Mitglied werden“.

Sie sind schon Mitglied? Dann empfehlen Sie uns doch weiter (Es zahlt sich aus)!

Mitglieder+20.14   Mitglied werden

*Über die Aufnahme in den DJV Sachsen entscheidet eine Aufnahmekommission!

Solidarität aus dem Haus der Wettbewerber

25. Mai 2014

Unter der Überschrift „Was uns verbindet!“ solidarisiert sich der Gruppenbetriebsrat der DD+V-Gruppe, Herausgeber von Sächsischer Zeitung und Morgenpost Sachsen, mit den Beschäftigten bei Leipziger Volkszeitung (LVZ) und Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN).

Die geplanten Personalmaßnahmen hätten die Beschäftigten des Dresdner Druck- und Verlagshauses (DD+V) mit Entsetzen vernommen. Obwohl Wettbewerber auf dem sächsischen Medienmarkt, verbinde „die Liebe zu qualitativ gut recherchiereten Geschichten, erstellt von engagierten Redakteuren, zur Aktualität des jeweiligen Blattes und der redaktionellen Nähe zu den Lesern“. Qualitätsjournalismus bedeute „Arbeit, Teamgeist, Zeit zum Recherchieren, Freigeist, Freiraum – und dafür eben auch das notwendige Geld“, heißt es in der Betriebsrats-Information. Man hoffe, dass es gelingt, einen Weg zu finden, „damit die LVZ und DNN ihren angestammten Platz in der sächsischen Medienlandschaft behalten können“.

Die Betriebsräte des DD+V hoffen, dass mit dem Madsack-Konzern ein Sozialplan verhandelt werden kann, der für die betroffenen Mitarbeiter tatsächlich sozial verträgliche Regelungen schaftt und, dass es möglichst wenige Kündigungen gibt. Notwendige Veränderungen über bloßen Stellenabbau zu realisieren sei phantasielos.

Personalmaßnahmen bei LVZ und DNN

LVZ und DNN – Belegschaft wird ausgedünnt

23. Mai 2014

Bestürzung in Leipzig und Dresden. Bei den zwei Madsack-Titeln Leipziger Volkszeitung (LVZ) und Dresdner Neueste Nachrichten (DNN) soll am Personal kräftig gespart werden. Die Pläne dazu lagen seit langem bei Madsack in den Schubfächern. Das gab immer noch eine gewisse Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht ganz so schlimm kommen wird. Nun aber ist die Katze aus dem Sack. Mit 90 statt bisher knapp 140 Mitarbeitern soll in Leipzig zukünftig eine Tageszeitung produziert werden, die stärker an den Lesern dran sein will. Der Betriebsrat der LVZ bezweifelt das in einer Information an die Mitarbeiter, der DJV Sachsen ebenfalls. Auch bei der LVZ-Tochter in der Landeshauptstadt, bei den Dresdner Neusten Nachrichten, soll Personal reduziert werden. Hier geht es um sieben Mitarbeiter. Der lokale Charakter, dieser Tageszeitung wird dann nicht mehr zu halten sein.

Die Betriebsräte an beiden Standorten wollen in den nächsten Tagen mit den Geschäftsführungen verhandeln, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Der DJV Sachsen will in der kommenden Woche entscheiden, ob die Verlagsleitungen zu Tarifverhandlungen über einen Sozialplan aufgerufen werden. Für den Journalistenverband ist der Arbeitsplatzabbau in Leipzig und Dresden ein schockierender Beleg für die Hilflosigkeit in der Zeitungsbranche. Weniger Personal, heißt weniger Redaktion und das ist in jedem Fall weniger Qualität.

Aktive Mittagspause vor dem Haus

13. November 2013

Madsack3kIn Leipzig fand heute Mittag (13.11.) unter dem Motto „5 vor 12 – Zeit zum Handeln“ eine aktive Mittagspause vor dem Verlagsgebäude der Leipziger Volkszeitung (LVZ) statt. Sie war eine Demonstration gegen die geplanten Abbaumaßnahmen der Konzerngeschäftsführung im Rahmen von Madsack 2018. Es nahmen rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standortes Leipzig der Mediengruppe Madsack teil. Anwesend waren auch Vertreter der im Betrieb vertretenen Gewerkschaften ver.di und DJV. In kurzen Statemants bekräftigten Sprecher von Betriebsrat, ver.di und DJV die Mitarbeiter in ihrer Forderung nach einem sozialverträglichen Umbau in der Madsack-Gruppe. DJV-Sachsen-Geschäftsführer Michael Hiller verwies auf die wichtige Rolle der Printmedien. Bei deren Erhalt komme es vor allem auf Qualität an. Dazu seien auf Dauer nur Mitarbeiter in sicheren Arbeitsverhältnissen in der Lage.

Haustarifverträge für LVZ und DNN paraphiert

26. Januar 2012

Was zu Faschingsbeginn, also am 11.11.11, als Gut Ding die Runde machte, will, wie man weiß, Weile haben.  Und so könnte durchaus der Faschingsdienstag kommen, eh unter den Haustarifverträgen für LVZ und DNN die Tinte trocknen darf. Bereits zweimal verschoben, gibt es nunmehr erneut eine Erklärungsfrist! Dennoch, an den grundlegenden Vereinbarungen wurde nicht gerüttelt. Am 26. Januar 2012 wurden die Verträge paraphiert und zirka drei Wochen später kann mit der Unterzeichnung gerechnet werden.

Bei den Verhandlungen für Haustarifregelungen für Drucker, Mitarbeiter und Redakteure der Leipziger Volkszeitung (LVZ) und der Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) wurde im November bereits eine Einigung erzielt. Danach erhalten alle Mitarbeiter im Jahr 2012 eine Einmalzahlung in Höhe von 280 Euro. Am 1. Juli 2013 werden dann die Gehälter linear entsprechend den jeweiligen aktuellen Tarifverträgen erhöht. Für die Redakteure bedeutet das eine nachgezogene Gehaltserhöhung von 1,5 Prozent. Die Drucker bekommen 2 Prozent mehr Gehalt. Alle übrigen Tarifverträge behalten Gültigkeit.  (Tarifinfo)  (Presseinformation)

Die Haustarifverhandlungen waren nötig geworden, weil die Verlage von LVZ und DNN im Sächsischen Zeitungsverlegerverband in eine OT-Mitgliedschaft wechselten.

Tarifeinigung für LVZ und DNN

11. November 2011

Bei den Verhandlungen für Haustarifregelungen für Drucker, Mitarbeiter und Redakteure der Leipziger Volkszeitung (LVZ) und der Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) konnte am heutigen Freitag (11.11.11) eine Einigung erzielt werden. Danach erhalten alle Mitarbeiter im Jahr 2012 eine Einmalzahlung in Höhe von 280 Euro. Am 1. Juli 2013 werden dann die Gehälter linear entsprechend den jeweiligen aktuellen Tarifverträgen erhöht. Für die Redakteure bedeutet das eine nachgezogene Gehaltserhöhung von 1,5 Prozent. Die Drucker bekommen 2 Prozent mehr Gehalt. Alle übrigen Tarifverträge behalten Gültigkeit. Die Einigung bedarf noch der Zustimmung der jeweiligen Gremien bei DJV und ver.di. Die Erklärungsfrist endet am 15. Dezember 2011 23. Dezember 2011.  (Tarifinfo)  (Presseinformation)

Die Haustarifverhandlungen waren nötig geworden, weil die Verlage von LVZ und DNN im Sächsischen Zeitungsverlegerverband in eine OT-Mitgliedschaft wechselten.

LVZ und DNN: Tarifverhandlungen gehen weiter

9. November 2011

Die Haustaifverhandlungen für die Verlage der Leipziger Volkszeitung und der Dresdner Neuesten Nachrichten werden am Freitag (11.11.11) in der Druckerei in Leipzig-Stahmeln fortgesetzt. Zwischenzeitlich hatte ein Wirtschaftsprüfer Gelegenheit, Einsicht in Bücher der Geschäftsleitung zu nehmen. Sein Bericht liegt der Tarifkommission von DJV und ver.di vor und wird eine Grundlage bei den anstehenden Gesprächen sein. Die Verhandlungen wurden im September 2011 auf Druck der Gewerkschaften aufgenommen, weil die Geschäftsführung ihre Mitgliedschaft im Sächsischen Zeitungsverlegerverband in eine OT-Mitgliedschaft gewandelt hat. Für die Mitarbeiter der Verlage wirken daher nur noch einige Tarifregelungen nach, die aktuellen linearen Gehaltsanhebungen hingegen werden nicht wirksam.


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