Streikgeld: Jetzt Antrag stellen

20. September 2017

Header MDR-StreikEntsprechend der Streikordnung des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) steht Mitgliedern, die an Streikaktionen teilgenommen haben, Ersatz für streikbedingt entgangene Gehalts- bzw. Honorarzahlungen zu. Der Gesamtvorstand des DJV hat dies am 18. September 2017 in Fulda auch für die Warnstreiks beim MDR beschlossen, die Ende August/Anfang September an mehreren Standorten des Senders stattfanden.

Dazu die folgenden Informationen:

  1. Streikunterstützung/Streikgeld

Der DJV zahlt Streikgeld bei Teilnahme an Streiks, die aufgrund der DJV-Streikordnung geführt werden. Streikgeld wird an diejenigen Kolleginnen und Kollegen gezahlt, die bei Beginn des Arbeitskampfes einem DJV-Landesverband als Mitglied angehörten. Das gilt sowohl für fest angestellte als auch für freie Journalisten.

  1. Beantragung

Der DJV erstattet den streikbedingten Gehalts- bzw. Honorarausfall. Die DJV-Mitglieder, die an den Streiks teilgenommen haben, stellen einen Antrag auf Streikunterstützung (unten). Zur Beantragung muss das jeweils zutreffende Formular (fest oder frei) genutzt werden..

Der Antrag inkl. Belege muss per Post an die Geschäftsstelle des DJV- Landesverbandes, in dem man Mitglied ist, eingereicht werden.

Mitglieder des DJV Sachsen-Anhalt reichen ihren Antrag an den DJV Sachsen ein*.

  1. Auszahlung der Unterstützung

Nach Prüfung des eingereichten Antrags in der Geschäftsstelle werden die Anträge an den Bundesverband weitergeleitet. Der veranlasst dann die Auszahlung des beantragten Streikgeldes. Dazu benötigt der DJV eine Bankverbindung.

Der Antrag sollte unverzüglich dann gestellt werden, wenn die Abzüge aus der monatlichen Gehalts-/Honorarabrechnung ersichtlich sind.

Die gezahlten Streikunterstützungen des DJV unterliegen weder der Einkommens- noch der Umsatzsteuerpflicht.

Für alle Fragen und Informationen steht jede DJV-Geschäftsstelle gern zur Verfügung.

*DJV-Mitglieder anderer Landesverbände können ihren Antrag ebenfalls an den DJV Sachsen einreichen – bitte kennzeichnen.

Antrag-Streikunterst-Feste  |  Antrag-Streikunterst-Freie
DJV-Streikordnung  |  Arbeitskampfunterstützungsordnung

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MDR-Streiks erfolgreich beendet

6. September 2017

WS Leipzig 6.9.2017(aktualisierte Fassung) Die Warnstreiks beim MDR, zu denen DJV und ver.di am heutigen 6. September an allen Standorten des Senders aufgerufen hatten, wurden am frühen Nachmittag beendet.

WS Dresden 6.9.2017 [hprfoto]Es war bereits der vierte Warnstreik innerhalb weniger Tage. Zum Arbeitskampf der festen und freien Mitarbeiter gab es auch mehrere Solidaritätsbekundungen wie diese von der sächsischen GEW oder der Linken-Fraktion im Sächsischen Landtag.  Die gleichzeitig in Leipzig laufenden Verhandlungen mit der MDR-Geschäftführung erbrachten ein Eckpunktepapier, dem die Streikenden an allen Standorten zustimmten. Details sollen am Nachmittag fixiert werden. Die Mitarbeiter werden dann mit einer Tarifinfo der Gewerkschaften informiert.

Die Eckpunkte  |  Tarif-Info Nr. 8
Die wichtigsten Tarifverträge
Dank an die Streikenden

Fotos: Streikende vor der Intendanz in der MDR-Zentrale Leipzig (oben) und an einem der Standorte des MDR (unten: Landesfunkhaus Dresden)

 

Warnstreiks heute an allen Standorten

6. September 2017

Header MDR-StreikDie Warnstreiks beim MDR gehen heute in eine neue Phase. Gestreikt wir an allen Standorten. Das Programm von mdr-aktuell wurde 8 Uhr beendet. Seitdem läuft auf den UKW-Frequenzen und im Digitalradio das Programm von B5. Ab 10 Uhr sind die festen und freien Mitarbeiter zu Zusammenkünften in den Landesfunkhäusern zum aktiven Warnstreik aufgerufen.

Worum es geht? Hier im blog www.tarifblog.info

MDR: Warnstreiks gehen weiter

6. September 2017

Gemeinsame Presseinformation von ver.di und DJV

(5.9.2017) Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des MDR setzen ihre befristeten Warnstreiks fort. In Leipzig und Dresden kamen heute knapp 400 Streikende zusammen und forderten die Geschäftsleitung auf, ihr Angebot vom Montag  zu verbessern.

Zwei Punkte waren dafür ausschlaggebend:

Im MDR wird 365 Tage im Jahr gearbeitet. Wer am Sonn- und Feiertag zum Dienst kommt, soll dafür angemessen entschädigt werden. Der MDR hat angeboten, die Zuschläge für Freie 2017 und 2018 um je 5 Prozent anzuheben. Die streikenden Kolleginnen und Kollegen haben das als zu niedrig abgelehnt. Derzeit erhalten Freie 20 Prozent des Mindesthonorars als Aufschlag für Sonntagsdienste, für Feiertage 75 Prozent.

Steigende Gehälter und Honorare nützen zudem nichts, wenn im Gegenzug Stellen, Schichten und Aufträge gekürzt werden. Der MDR war nicht bereit, das auszuschließen. Auch deshalb konnten die Kolleginnen und Kollegen dem Angebot des MDR nicht zustimmen.

Die Geschäftsleitung bietet derzeit eine Vergütungserhöhung von 2,2 Prozent für 2017 und 2,35 für 2018 an. Das entspricht zwar dem Abschluss von SWR, NDR und öffentlichem Dienst der Länder. Damit wird aber der Abstand zum Tarifniveau der ARD nicht geringer, der nach früheren Angaben der MDR-Geschäftsleitung 8 Prozent beträgt.

Bisher gibt es keinen neuen Verhandlungstermin. In Aussicht gestellt wurde der 28. September 2017. Die Beschäftigten haben deshalb beschlossen, ihre Warnstreiks fortzusetzen.

Presseinformation vom 5.9.2017

Warnstreik jetzt auch in DD

5. September 2017

Seit dem 4. September wird in der Leipziger Zentrale des MDR gestreikt. Heute (5.9.) soll der Warnstreik hier bis 22 Uhr gehen. Inzwischen wurden auch die festen und freien Mitarbeiter im Landesfunkhaus Dresden zum Warnstreik aufgefordert. Von 14 Uhr bis zum jeweiliegen Dienstende sind sie aufgefordert, ihre Arbeit ruhen zu lassen.

Die Streikaktionen sollen auch am Mittwoch fortgesetzt werden.

Tarif-Info Nr 7   |   #streikbeimmdr

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MDR-Warnstreik wird fortgesetzt

5. September 2017

Tarifinfo Vergütung und Honorare

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am gestrigen 4. September 2017 haben rund 230 Beschäftigte des MDR mit einem mehrstündigen Warnstreik in der Zeit zwischen 12:30 Uhr und 20 Uhr ihren deutlichen Unmut und Protest gegen das bisherige Verhalten der Geschäftsleitung des MDR am Verhandlungstisch zum Ausdruck gebracht. Somit haben sich binnen weniger Tage rund 400 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt.

Mit der Aufbesserung um 0,2 % bei den prozentualen Steigerungen der Gehälter, Honorare und Volo-Vergütungen auf +2,2 % ab 1.4.2017 und 2,35 % ab dem 1.4.2018 versucht die Geschäftsführung des MDR den Beschäftigten die weiteren wichtigen Forderungen „abzukaufen“.

Bei den drei weiteren Forderungen, die für viele Beschäftigte sehr wichtig sind, hat sich der MDR nicht oder nur unzureichend bewegt.

  • Die Sonn- und Feiertagshonorare sollen nur um jeweils 10 % auf 30 % bzw. 85 % erhöht werden. Und zwar weiter nur auf der Berechnungsbasis der Mindesthonorare. Diese Honorare müssen im Unterschied zu den entsprechenden höheren Zuschlägen für die festen MitarbeiterInnen voll versteuert werden und sollen bis 2023 eingefroren werden.
  • Keine Bewegung gab es bei der Erhöhung der Erhöhung der Angebotsgarantie im BTV, die wieder nur einmalig um 1 % erhöht werden soll und damit weit hinter den Honorarerhöhungen zurück bleibt, was durch diese Deckelung erhebliche Nachteile für Freie MItarbeiterInnen zur Folge haben kann.
  • Der Familienzuschlag/Kinderzuschlag für feste und freie MitarbeiterInnen wurde durch die GF des MDR mit einer totalen Blockade belegt, obwohl der MDR die einzige ARD-Anstalt ist, die dafür keine Regelungen hat. Durch diese ungerechtfertigte Benachteiligung wurden schon 25 Jahre erhebliche Summen eingespart, was aus Sicht des MDR offensichtlich so bleiben soll.

Die Gewerkschaften haben der Geschäftsführung die Fortsetzung der Verhandlungen noch in dieser Woche angeboten. Leider hat die Geschäftsführung erst am 28. September 2017 dafür Zeit.

Am 5. September 2017 wird der Warnstreik beim MDR in Leipzig fortgesetzt.

Tarif-Info Nr 7

 

Warnstreik beim MDR in Leipzig

4. September 2017

Die Verhandlungen zu einem neuen Vergütungstarifvertrag beim MDR sollten am 4. September 2017 in Leipzig fortgesetzt werden. Die Geschäftsleitung hatte bereits vorab verlauten lassen, dass es ein neues Angebot geben soll. Als die Tarifkommission den vor dem Verhandlungsraum in der MDR-Zentrale wartenden festen und freien Mitarbeitern das Angebot vorstellt, stimmten diese für Warnstreik – ab sofort!

Das MDR-Angebot sieht vor: Erhöhung der Gehälter und Honorare 2017 – 2,2 Prozent, 2018 – 2,35 Prozent, aber keine Erhöhung der Sonn- und Feiertagshonorare und keinen Familienzuschlag.

Warnstreiks gab es bereits am 31. August an den MDR-Standorten Dresden, Erfurt und Magdeburg.

Warnstreiks an MDR-Standorten

31. August 2017

2017 08 b Streik EF djv mdr-3605(Aktualisierte Version) Rund 100 MDR-Mitarbeiter traten heute allein in Erfurt in einen befristeten Warnstreik. Auch in Dresden und Magdeburg machten feste und freie Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks deutlich, dass sie vom Sender ein neues, verbessertes Angebot in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen zu einem neuen Vergütungstarifvertrag erwarten. Die letzte Verhandlungsrunde (14. August 2017) sorgte für Unmut, weil der MDR hinter seiner eigenen Ansage, ein Angebot „am oberen Rand“ vorlegen zu wollen, zurück blieb. Die Gewerkschaften ver.di und DJV hatten daher heute an den drei Standorten des Mitteldeutschen Rundfunks zu befristeten Warnstreiks aufgerufen. Die Verhandlungen sollen am Montag (4.9.2017) in Leipzig fortgesetzt werden.

WS DD [hprfoto] 20170831_123845Eine breite Beteiligung am Warnstreik gab es auch im Dresdner Landesfunkhaus (Foto links) und beim MDR in Magdeburg (Foto unten).

Für Verwirrung sorgte eine vom Sender im Intranet verbreitete Information zum Streikrecht. Darin wurden die Mitarbeiter u. a. aufgefordert, sich vor Teilnahme an der Arbeitskampfmaßnahme beim Vorgesetzten abzumelden. Die bereits zuvor von den Gewerkschaften herausgegebene Streikinformation hält dies hingegen zurecht für nicht erforderlich.

2017 08 b Streik MD djv mdr-3605

Fotos: kpv, [hprfoto], ???

MDR-Mitarbeiter-Meinung gefragt!

15. August 2017

Unterschriften MDR 14.8.2017 [hprfoto]2017 KMHillerNach der Verhandlungsrunde zur Vergütung beim MDR am 14. August 2017 sind jetzt die festen und freien Mitarbeiter des Senders erneut nach ihrer Meinung gefragt. Vor der Verhandlungsrunde hatten rund 600 von ihnen mit ihrer Unterschrift ein Angebot des MDR „am oberen Rand“ der Abschlüsse anderer ARD-Anstalten gefordert.  Der MDR hat aber nur ein geringfügig verbessertes Angebot vorgelegt. In der Tarifinformation zur Verhandlungsrunde heißt es: „Es gibt keine vertretbaren Gründe, bei gleichen Leistungen unterschiedlich bezahlt zu werden.“ Nach Ansicht der MDR-Geschäftsleitung würden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur Anhebungen der Gehälter und Honorare um insgesamt 4,35 Prozent zulassen. NDR und SWR haben bereits mit 4,55 Prozent Vergütungssteigerung abgeschlossen. Das ist auch Maßstab für die beim MDR verhandelnden Gewerkschaften DJV, ver.di und DOV.

Die Mitarbeiter des MDR sind zu Informationsveranstaltungen an allen Standorten eingeladen und können sich gleichzeitig schriftlich zum MDR-Angebot äußern.

Tarif-Info vom 14.08.2017

Foto: [hprfoto] Im Verhandlungsraum: Rund 600 Mitarbeiter sprachen sich auf Unterschriftslisten für einen mit anderen ARD-Anstalten vergleichbaren Tarifabschluss beim MDR aus.

Neue Verhandlungsrunde am Montag

9. August 2017

Gewerkschaftsforderungen  jetzt unterstützen!

U-Liste August 2017Am 14. August gibt es eine weitere Verhandlungsrunde in Sachen Vergütung beim MDR. Dem unzureichenden Angebot des Senders stehen Abschlüsse anderer ARD-Anstalten gegenüber. Tarifkommission und die Gewerkschaften DJV, ver.di und DOV erwarten daher, dass der MDR ein deutlich besseres Angebot vorlegt. Die festen und freien Mitarbeiter fordern dies ebenfalls. In den Funkhäusern werden dazu gegenwärtig Unterschriften gesammelt.

Die MDR-Geschäftsleitung hat in der letzten Verhandlungsrunde eine Anhebung der Gehälter und Honorare von 4 Prozent (2017: 1,9 % und 2018: 2,1 %) angeboten. Bei NDR und SWR wurden insgesamt 4,55 Prozent bereits tariflich vereinbart.

 

 


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