MDR: Auf halbem Weg stehen geblieben

16. November 2019

Information der DJV Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu den aktuellen Tarifverhandlungen beim MDR

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Gespräch mit Vertretern von ARD-Rundfunkanstalten am 25. Oktober 2019 hatten DJV, DOV und Ver.di eine Variante zur Lösung des Tarifkonflikts entwickelt. Anstelle der bisherigen 24-monatigen Laufzeit der Tarifverträge in den Rundfunkanstalten können wie im aktuellen Abschluss des Öffentlichen Dienstes der Länder (ÖD) 33 Monate mit drei Steigerungsstufen vereinbart werden. Als Beispiel für ein dreistufiges Modell wurden Erhöhungen von 3,2 % im ersten Laufzeitjahr, 2,5 % im zweiten Laufzeitjahr und 2,1 % im dritten Laufzeitraum genannt. Zugleich enthält der Vorschlag die Möglichkeit, auf Anstaltsebene geringere lineare Stufensteigerungen zu vereinbaren. Allerdings müssen diese Abweichungen durch andere tarifliche Regelungen wie z. B. zusätzliche bezahlte freie Tage kompensiert werden.
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MDR-Verhandlungen gehen weiter

7. November 2019

Arbeit ist mehr wert StreiklogoDJV_180px 2008Am Nachmittag des heutigen 7. November 2019 werden die Verhandlungen zur Vergütung beim Mitteldeutschen Rundfunk fortgesetzt. Seit dem Warnstreik im September in Leipzig sind einige Wochen ins Land gegangen.

Sie wissen bereits, dass es im Oktober ein Sondierungsgespräch zwischen den Gewerkschaften DJV, verdi und DOV sowie Vertretern der ARD gegeben hat. Mit diesem Gespräch, das am 25. Oktober 2019 in Berlin stattfand,  sollten die stockenden Verhandlungen in den ARD-Anstalten wieder in Gang gebracht werden. Grunddissens ist die Anlehnung der Abschlüsse im Öffentlichen-rechtlichen Rundfunk an die für den Öffentlichen Dienst. In den zurückliegenden Jahren war dies in den Verhandlungen gelebte Übung. Auch die KEF vergleicht die Gehälter im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit denen des Öffentlichen Dienstes. In der aktuellen Runde besteht in der ARD und auch seitens des MDR keine Bereitschaft, sich an den Abschlüsse im Öffentlichen Dienst (ÖD) zu orientieren.

Die Angebote des MDR liegen mit 4,2 Prozent Steigerung der Gehälter und Honorare für zwei Jahre weit hinter den ÖD-Abschlüssen. Der MDR hat gestern sein bisheriges Angebot nochmals im Intranet vorgestellt. Neue Aspekte oder Angebote, die den beim Gespräch mit der ARD-Spitze von den Gewerkschaften gemachten  Vorschlägen folgen, sind darin nicht enthalten.

net vornWir müssen also erneut grundsätzlich verhandeln. Der heutige Verhandlungstag wird darüber entscheiden, ob und in welchem Umfang die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MDR die weiteren Tarifverhandlungen aktiv begleiten müssen. 

Der Workshop der Gewerkschaften und MDR-Vertretern am 28. Oktober 2019 zu den Themen Honorar bei Nachtarbeit, Bemessungsgrenzen, Angebotsgarantie für Freie mit programmgestaltenden Tätigkeiten und Urlaubsgeld für Freie ergab einige Lösungsmöglichkeiten. Der DJV hat dafür plädiert, dass bei allen Tätigkeiten zwischen 22.00 und 6.00 Uhr der Nachtzuschlag von 25 Prozent fällig wird unabhängig von der Honorarhöhe. Alternativ könnte der Anspruch bei einer Honorarhöhe von 200 € gedeckelt werden, sodass max. 50 € Zuschlag fällig werden. Bei anderen ARD-Anstalten wird nur bis zu einer Honorarhöhe von 200 € der Zuschlag für Nachtarbeit gezahlt. Liegt das Honorar über diesem Betrag, gibt es keinen Nachtzuschlag.

Bei den Bemessungsgrenzen (soziale Schutzbedürftigkeit, Härtefallregelung und Anspruchsbegrenzung) erläuterten die DJV-Vertreter nochmals unseren Vorschlag, die Grenze für die soziale Schutzbedürftigkeit (derzeit Bezüge von 76.000 € im Jahr) beim Jahresgehalt der Vergütungsgruppe I letzte Stufe (derzeit ca. 104.000 € bzw. 110.000 €, je nachdem ob man das für die Altersversorgung maßgebliche Gehalt oder das Tarifgehalt incl. des umgelegten 13. Monatsgehalts nimmt) festzulegen. Damit könnte man auch vom steuerrechtlichen Begriff „Bezüge“ (was Gewinn bedeutet) zum beim MDR erzielten Jahresbruttohonorar wechseln, was die Feststellung der Arbeitnehmerähnlichkeit in Grenzfällen deutlich vereinfacht.

Bei der Angebotsgarantie haben wir eine stufenweise Regelung nach 15 Beschäftigungsjahren beim MDR vorgeschlagen. Diese sollte bei 70 Prozent liegen. Nach 20 Jahren könnte sie 85 Prozent betragen und nach 25 Jahren sollte nur noch eine außerordentliche Kündigung bzw. einmalige Absenkung auf 85 Prozent möglich sein.

Beim Urlaubsgeld für Freie tut sich der MDR schwer, weil dafür noch keine tarifliche Regelung existiert. Dazu haben wir zwei Varianten vorgeschlagen. Pro Urlaubstag, der in Abhängigkeit von Beschäftigungsjahren gewährt wird, gibt es eine Aufschlag von X auf die Urlaubsvergütung. Oder der Faktor (derzeit 0,3) für die Berechnung der Urlaubsvergütung wird geändert (erhöht).

Die MDR-Geschäftsführung fordern wir auf, mit konstruktiven neuen Angeboten in die heutige Verhandlungsrunde zu kommen. Wir erwarten vor allem neue Angebote im Vergütungsbereich. Ein Lösungsvorschlag hierzu wurde von den Gewerkschaften beim Gespräch  auf ARD-Ebene eingebracht. Er sieht eine längere Laufzeit, eine dreistufige lineare Vergütungserhöhung und ein Sonderkündigungsrecht der Arbeitgeberseite vor.

Die Positionen der Verhandlungskommission zum bisherigen MDR-Angebot finden Sie in unserer Tarif_Info_7, aktuelle Informationen hier im blog bzw. via twitter.

Werden Sie jetzt Mitglied im DJV Sachsen oder einem anderen Landesverband!

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DJV startet Jahr der Freien

1. November 2019

Bei seinem Verbandstag, der gegenwärtig in Berlin stattfindet, startet der DJV sein Jahr der Freien. Den Auftakt bildet am Montag ein Lauf der Freien durch Berlin. Im Jahr 2020 soll es zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen für und zum Thema Freie in den Medien geben.

Der DJV Sachsen hat Anfang November eine Umfrage gestartet, um deren Situation zuermitteln.

Tarif-Info 7: …nach dem Warnstreik

21. Oktober 2019

Für attraktive Arbeitsbedingungen in den ARD-Anstalten – auch beim MDR!

Das war das Motto des ersten Warnstreiks in dieser Tarifrunde beim MDR. Über 3.000 Beschäftigte bundesweit haben sich an Warnstreiks und anderen Aktionen in den ARD-Anstalten beteiligt. Die Kolleginnen und Kollegen aus Leipzig waren nicht allein. Auch beim NDR, BR, WDR und SWR gab es am 18. September 2018 Streikaktionen. Wie es weitergeht lesen Sie in unserer Tarifinformation.

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Nach dem Warnstreik – Streikgeld beantragen!

20. September 2019

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen beim Mitteldeutschen Rundfunk,

zunächst herzlichen Dank für Ihre Unterstützung der tariflichen Forderungen des DJV gegenüber der MDR-Geschäftsleitung. Wir werten den Warnstreik, zu dem der DJV gemeinsam mit den Gewerkschaften verdi und DOV am 18. September 2019 in Leipzig aufgerufen hat, insgesamt als Erfolg. Durch die Beteiligung von rund 250 Beschäftigten ist es gelungen, deutlich zu machen, dass die festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem bisherigen Angebot des MDR zur Vergütung nicht einverstanden sind.

Die Streikunterstützungsordnung des DJV sieht vor, dass Streikteilnehmern Streikgeld gezahlt wird. Dieses muss beantragt werden. Die Streikenden müssen sich darüber hinaus am Streiktag in die Streikliste der Gewerkschaften eingetragen haben.

Bitte nutzen Sie den entsprechenden Antrag, füllen Sie ihn aus und fügen Sie bitte alle notwendigen Bestätigungen bzw. Abrechnungen bei.

Senden Sie uns diesen Antrag bitte per Post an

DJV Sachsen
PF 10 01 09
01071 Dresden

Die Auszahlung erfolgt direkt vom Bundesverband aus dem Streikfonds des DJV.

Streikgeld-Info Sachsen

Streikgeld_Antrag_Feste Sachsen

Streikgeld_Antrag_Freie Sachsen

Warnstreik beim MDR – Tarifverhandlungen zur Vergütung stagnieren

18. September 2019

Rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren am 18.9.2019 in Leipzig dem Aufruf von DJV, ver.di und DOV zu einem befristeten Warnstreik gefolgt.

Der Streik begleitete die fünfte Tarifverhandlungsrunde zur Vergütung der festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senders. Die Verhandlung wurde ohne Ergebnis beendet. Nach 80 Minuten war klar: die Geschäftsleitung bleibt bei ihrem Angebot von 4,2 % Steigerung auf Gehälter und Honorare für 24 Monate. Die Vorgaben der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) bänden den ARD-Anstalten die Hände, so die Argumentation des MDR.

Ralf Leifer, Verhandlungsführer des DJV, kritisierte dies. „Wenn die Rundfunkanstalten nur noch dem folgen können, was die KEF vorgibt, greift das in die grundgesetzlich garantierte Tarifautonomie der Gewerkschaften ein“, so der langjährige Geschäftsführer des DJV Thüringen.

Die Streikenden reagierten auf den Ausgang der Verhandlungsrunde empört und enttäuscht. Sie erwarten den von der Intendantin zugesagten Abschluss des MDR am oberen Rand der ARD-Tarifabschlüsse. Nur so lässt sich perspektivisch die Gehalts- und Honorarlücke zu den ARD-Anstalten im Westen Deutschlands schließen.  Die Verhandlungen sollen im November fortgesetzt werden.

Der Warnstreik beim MDR war Teil eines ARD-weiten Aktionstages.

Medieninformation

MDR bleibt bei bisherigem Angebot

18. September 2019

Nach einer 80minütigen Verhandlungsrunde mit dem MDR gibt es kein neues Angebot. Der MDR bleibt bei 4,2 % für Gehälter und Honorare. Die Streikenden sind empört und entäuscht. Erst im November soll weiter verhandelt werden.

Grüße in andere ARD-Anstalten

18. September 2019

Kurze „Streikpause“ beim MDR-Warnstreik und Grüße an die Kollegen der anderen ARD-Anstalten, die ebenfalls die Arbeit niedergelegt haben.

Warnstreik beim MDR

18. September 2019

Rund 250 Kolleginnen und Kollegen sind dem Aufruf der Gewerkschaften zum Warnstreik beim MDR in Leipzig gefolgt.

Warnstreik heute beim MDR

18. September 2019

Header MDR-Streik

Die Gewerkschaften DJV, Verdi und DOV rufen die festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Mitteldeutschen Rundfunk am Standort Leipzig am heutigen 19. September 2019 zu einem befristeten Warnstreik auf. 10 Uhr geht’s los.

Die Gewerkschaften verhandeln seit April dieses Jahres neue Vergütungstarifverträge. Der Forderung nach einer 6-prozentigen Anhebung der Gehälter und Honorare ist der MDR bisher em Angebot von 4,2 Prozent entgegengetreten. Zur Durchsetzung der Forderung der Gewerkschaften dient der Streik im Rahmen einer bundesweiten an den ARD-Aktion.

Tarif-Info_Vergütung Nr. 6_16.09.19

Streikaufruf DJV Sachsen
Streikaufruf DJV Sachsen-Anhalt
Streikaufruf DJV Thüringen

Streik – Info mdr 2019

Medieninformation

 

 

 


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