MDR: Einigung zu Wertkontentarifvertrag

5. Juli 2019

Nach über einem Jahr Verhandlungen sind die Tarifkommission der Gewerkschaften und die Verhandlungskommission der Geschäftsleitung am heutigen 5. Juli 2019 über grundlegende Regelungen für ein Wertkontenmodell für Festangestellte des MDR übereingekommen. Das Wertkonto wird extern über einen Versicherer geführt.

Umgewandelt werden können Anteile des monatlichen Entgeltes, Urlaubsgeld und Resturlaubstage, die in einem Wertguthaben angespart werden.

Dieses Guthaben kann verwendet werden für einen vorzeitigen Ruhestand, Sabbaticals sowie Pflegezeiten. Bei Inanspruchnahme für vorzeitigen Ruhestand gibt es einen Zuschuss des MDR in Höhe von 8 Prozent bis zu maximal 4000 €.

Über Details der Umwandlung und weitere Regelungen werden wir später informieren.

Es folgt nun die Ausformulierung des Tarifvertrages, die Suche nach einem Versicherungsanbieter und die Genehmigung durch die Gremien von DJV, ver.di und DOV sowie MDR. Der Wertkontentarifvertrag soll zum 1.7.2020 in Kraft treten.

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Neue Angebote unzureichend

26. Juni 2019

Arbeit ist mehr wert StreiklogoDJV_180px 2008Gegenüber der zweiten Verhandlungsrunde zur Vergütung wartete die MDR-Geschäftsleitung am 21. Juni 2019 mit einem etwas verbesserten Angebot auf. Das betraf allerdings nicht den Gehalts- und Honorarzuwachs, der weiterhin insgesamt nur vier Prozent bezogen auf eine Laufzeit von zwei Jahren betragen soll. Hingegen waren beim NDR in der vergangenen Woche nach einem Warnstreik 4,2 Prozent angeboten worden. Beide Angebote liegen deutlich unter dem Abschluss im öffentlichen Dienst, an dem sich die Abschlüsse beim MDR in der Vergangenheit anlehnten.

Die Geschäftsleitung macht den Erhalt der bisherigen Beschäftigungsverhältnisse sowie -umfänge und die Erhöhung der Budgets für den Programmaufwand  an den Standorten des MDR von der Akzeptanz der angebotenen insgesamt vier Prozent Gehalts- und Honorarerhöhung für zwei Jahre durch die Gewerkschaften abhängig. In der Tarif-Info 3 gibt es die Positionen der Gewerkschaften zur 3. Verhandlungsrunde.

Die nächsten Verhandlungen finden am 07.08.2019 statt.

Tarif-Info_Nr. 3

Meinungsäußerungen zum Verhandlungsstand:    info@djv-mdr.de

Vergütungsverhandlungen gehen in Runde 3

19. Juni 2019

Arbeit ist mehr wert StreiklogoDJV_180px 2008Am Freitag, dem 21.06.2019, werden ab 15 Uhr die Vergütungs- und Honorarverhandlungen beim MDR fortgesetzt. Im Vorfeld waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen sich zum aktuellen Stand der Verhandlungen zu informieren und mit den Gewerkschaften über das weitere Vorgehen zu sprechen. Info-Veranstaltungen gab und gibt es an den MDR-Standorten in Magdeburg, Erfurt, Leipzig, Dresden und Halle (21.06.2019, 10.00 Uhr). Diskutiert wurden/werden die bisherigen Angebote des MDR auf die Forderungen der Gewerkschaften DJV, Verdi und DOV. (Tarifinfo_2)

Die Bewertung der Tarifkommission der Gewerkschaften: Das völlig unzureichende Angebot der Geschäftsleitung zeugt von wenig Wertschätzung gegenüber den MDR-Beschäftigten!

Meinungsäußerungen zu den Angeboten und den Verhandlungen beim MDR insgesamt sind auch per E-Mail möglich: info@djv-mdr.de

Sozialer Schutz für feste Freie beim MDR

16. Mai 2019

Die DJV-Landesverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben Sie in den zurückliegenden Wochen gefragt, ob der soziale Schutz für arbeitnehmerähnliche Freie beim MDR verbessert werden muss. In der Umfrage haben wir auch die tariflichen Möglichkeiten benannt.

Bevor Sie sich den Details widmen, beantworten Sie für sich, in welchem Umfang folgende Risiken für Ihr Beschäftigungsverhältnis bestehen: Programmänderungen, Krankheit/Unfall, rückläufige Aufträge, Konkurrenzsituation. Bewerten Sie die Situation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und mögliche Auswirkungen auf Ihre Beschäftigung!

Wir haben in unserer Info vom 10.05.2019 noch ein paar wichtige Fakten zusammengestellt. Wie immer erreichen Sie den DJV per E-Mail via info@djv-mdr.de

Schmales Angebot des MDR

14. Mai 2019

In der zweiten Verhandlungsrunde (13.5.2019) hat der MDR für feste und freie Mitarbeiter, Auszubildende und Volontäre lediglich eine Erhöhung der Gehälter und Honorare in Höhe von 4 % in zwei Schritten für die Laufzeit vom 1.4.2019 bis zum 31.3.2021 angeboten. Dieses Angebot liegt erheblich hinter den Forderungen der Gewerkschaften zurück. DJV, verdi und DOV orientieren sich mit der Forderung nach 6 % Erhöhung aller Vergütungen für ein Jahr am Tarifbereich Öffentlicher Dienst der Länder, der in der Vergangenheit sowohl beim MDR, als auch in der ARD als Maßstab diente.

Viele Forderungenen bleiben beim ersten Angebot des MDR unberücksichtigt. Lesen Sie die Details in unserer Tarifinfo_2

 

Tarifverhandlung: Erster Kontakt

12. April 2019

Arbeit ist mehr wert StreiklogoDJV_180px 2008Ohne eigenes Angebot kam die MDR-Geschäftsleitung am 11. April zum Verhandlungsauftakt der Vergütungsrunde 2019. Stattdessen reklamierte sie Erklärungsbedarf zu den Gewerkschaftsforderungen, um den eigenen Meinungsbildungsprozess abschließen zu können.

Die DJV-Landesverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben ihre Forderung nach 6-prozentiger Anhebung der Gehälter und Honorare ohne eine bestimmte Laufzeit versehen. Sie gehen aber davon aus, dass der neue Vergütungstarifvertrag eine zweijährige Laufzeit hat, beginnend ab dem 1. April 2019.

Die anderen Forderungen des DJV stehen gleichrangig neben der nach linearer Anhebung der Vergütungen für Feste und Freie. Die Zahlung von Mehrarbeitsvergütung und –zuschlägen sowie Zeitzuschlägen an alle Festangestellten sehen wir als zwingend notwendig an. Die Tarifierung von Sonn- und Feiertagszuschlägen für Freie hat in der Praxis dazu geführt, dass insbesondere Festangestellte, die von der Zuschlagszahlung ausgenommen sind, die Dienste an Wochenenden und Feiertagen leisten müssen.

Lesen Sie die komplette DJV Tarif-Info_vom 12.04.19

MDR-Vergütungsverhandlungen starten

10. April 2019

Arbeit ist mehr wert StreiklogoDJV_180px 2008Am Donnerstag (11.4.2019) starten beim MDR in Leipzig die Verhandlungen für die Vergütungen von festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die aktuellen Tarifverträge wurden fristgerecht gekündigt und der MDR-Geschäftsleitung wurden die Forderungen der Gewerkschaften übermittelt. Die DJV-Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie verdi fordern eine lineare Erhöhung der Gehälter und Honorare in Höhe von 6 Prozent.

Neben der linearen Erhöhung der Gehälter, Mindest- und Effektivhonorare wollen die Gewerkschaften auch Änderungen im Manteltarifvertrag sowie im Tarifvertrag für Freie Mitarbeiterinnen* durchsetzen.

Für die Festangestellten fordert der DJV

– Lineare Anhebung der Vergütungen für die Festangestellten, Auszubildenden, Volontärinnen und Volontäre um 6 Prozent,

– Änderung des Personenkreises, der keinen Mehrarbeitszuschlag und keine Mehrarbeitsvergütung erhält und

– Zeitzuschläge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des MDR Mehrarbeits- und Zeitzuschläge sowie Mehrarbeitsvergütung erhalten.

Für die Freien fordert der DJV

– Lineare Anhebung der Mindest- und Effektivhonorare sowie der Grenze für Erwerbseinkünfte (soziale Schutzbedürftigkeit) für die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 6 Prozent,

– Anhebung der Grenze für Erwerbseinkünfte Freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MDR von 80.000 € auf 95.000 €,

– Neuregelung bei wesentlicher Einschränkung der Beschäftigung

– Änderung der Kriterien zur Dynamisierung der standardisierten Honorare durch des Bezugs auf die beauftragende Kostenstelle).

Weiterer Verhandlungsbedarf besteht nach Ansicht des DJV beim Tarifvertrag über die Mindestvergütungen freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Tätigkeiten, Tri-Medialität). Die Verhandlungen darüber sollen nach Abschluss der Vergütungsrunde beim MDR geführt werden. Aktuell gibt es darüber hinaus Verhandlungen und Gesprächen zwischen Gewerkschaften und MDR zu Wertkonten.

Detailliert und mit Bezifferung der Forderungen finden Sie die Forderungen des DJV in der Mitglieder-Info_09.04.19.

SWR-Modell heute beim Freienkongress

5. April 2019

Heute Nachmittag (5.4.2019) startet beim MDR in Leipzig der ARD/ZDF-Freienkongress. Dabei wird ab 16.30 das neue Bestandsschutzmodell beim SWR Thema sein. Das Modell wird vom DJV auch für die Freien beim MDR favorisiert,

DJV-Justiziar Benno Pöppelmann und Stefan Tiyavorabun von der verdi-Verhandlungskommission stellen den neuen Bestandsschutz-Tarifvertrag vor und beantworten Ihre Fragen. 100 Prozent Einkommensgarantie und Honorarstufensteigerungen wie bei den Festangestellten sind nur einige Stichworte, die neugierig machen sollen.

In unserer Mitgliederinfo finden sich weitere Details.

Falls Sie beim Freienkongress nicht dabei sein können: Aktuelle Infos gibt’s via twitter, facebook und instagram.

Mitglieder-Info_03.04.19

MDR: Keine Zweiklassengesellschaft für Freie

27. Februar 2019

Besserer sozialer Schutz für Arbeitnehmerähnliche bei MDR+KiKa

Arbeit ist mehr wert StreiklogoDJV_180px 2008Die Landesverbände des Deutschen Journalisten-Verbandes in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sehen die Notwendigkeit eines besseren sozialen Schutzes für alle arbeitnehmerähnlichen Freien beim MDR und KiKA, der dem der Festangestellten vergleichbar ist. Die langjährige und umfangreiche Tätigkeit muss von der MDR-Geschäftsleitung noch mehr gewürdigt werden. Schließlich sind es die Leistungen der Freien, die maßgeblich zum Erfolg der Programme beitragen. Dieses Ziel erreichen wir am ehesten durch gemeinsames Handeln. Die drei DJV-Landesverbände informieren die Mitarbeiter des MDR dazu in einer Mitglieder-Info

Die Mitglieder sind um Meinungen, Vorschläge und Wünsche gebeten: info@djv-mdr.de

Tarifverhandlungen Tageszeitungen

4. Juli 2018

Höhere Vergütung für Festangestellte und 12a-Freie an Tageszeitungen 

In den Morgenstunden des 2. Juli 2018 entschied die DJV-Tarifverhandlungskommission Tageszeitungen, das Ergebnis von 16 Stunden Verhandlung mit dem BDZV der Großen Tarifkommission des Verbandes zum Abschluss vorzuschlagen. Die Gewerkschaft Verdi, die ebenfalls mit verhandelt hat, hielt zu diesem Zeitpunkt das Ergebnis für nicht ausreichend. Für das jetzt vorliegende Verhandlungsangebot waren Streiks an verschiedenen Standorten und sieben Verhandlungstermine nötig.

Das Tarifergebnis sichert bis zum Mai 2020 ein nachhaltiges Gehalts- und Honorarwachstum von mindestens 4,3 Prozent. Durch zwei Einmalzahlungen kommen weitere finanzielle Effekte hinzu. Entscheidend für die Zustimmung des DJV ist die Tatsache, dass Berufseinsteiger eine höhere Gehaltssteigerung verbuchen können und dass der Manteltarifvertrag bis Ende 2020 unkündbar ist.

Auch sächsische  Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen können davon profitieren, aufgrund der Nachwirkung ihrer Alt-Verträge. Darüber hinaus hat der DJV Sachsen die Zeitungsverlage im Freistaat zur Aufnahme von Tarifverhandlungen aufgefordert. Diese Aufforderung wird nun nochmals bekräftigt. Wir fordern, dass auch alle Journalistinnen und Journalisten im Osten Deutschlands vom Flächentarifvertrag profitieren. Qualitativ gute Medien sind nur mit angemessener Vergütung der Macher zu erreichen. Das Tarifergebnis bedarf noch der Bestätigung durch die Gremien.

Erläuterungen zum Tarifergebnis

 


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